Die US-Armee hat eigenen Angaben zufolge neue Raketenangriffe Irans abgewehrt. Die Truppen Teherans hätten einen »Überraschungsangriff auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte« versucht, meldete das zuständige US-Regionalkommando Centcom am Dienstagabend (Ortszeit). »Alle iranischen Raketen wurden erfolgreich abgefangen.«
Welches Ziel der Angriff hatte, wurde nicht genannt. Nach Informationen des US-Nachrichtenportals »Axios« flogen die Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien.
At 5:45 p.m. ET today, Islamic Revolutionary Guard Corps forces launched multiple ballistic missiles from Iran in an attempted surprise attack on U.S. forces based in the Middle East. All Iranian missiles were successfully intercepted. U.S. forces remain vigilant and at a high…
— U.S. Central Command (@CENTCOM) July 28, 2026
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Laut Centcom feuerten die iranischen Revolutionsgarden die Raketen am Dienstag trotz der vorerst eingestellten US-Angriffe ab. US-Präsident Donald Trump hatte die Angriffe auf Iran nach eigenen Angaben gestoppt, um laufenden Verhandlungen mit Teheran eine weitere Chance zu geben. »Wir sind in sehr tiefgehenden Verhandlungen mit Iran«, sagte er »Axios«. Zuvor hatte das US-Militär fast zwei Wochen lang jede Nacht Ziele in Iran angegriffen. Teheran reagierte mit Gegenschlägen.
Der iranische Außenamtssprecher Esmaeil Bakaei widersprach Trump allerdings. Vermittler könnten zwar Botschaften der US-Seite übermitteln, sagte er. »Derzeit stehen wir jedoch in keinerlei Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten.«
Israels Premier Netanyahu nach seinem Besuch im Oval Office
Erstmals seit Beginn des Irankriegs im Februar empfing Trump am Dienstag den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu im Weißen Haus. Der Besuch wurde auch deshalb mit Spannung erwartet, weil unterschiedliche Interessen in dem Konflikt Risse in der Beziehung der engen Verbündeten offenbarten: Israel will den Krieg Medienberichten zufolge fortsetzen, während Trumps Fokus zuletzt auf einer diplomatischen Lösung lag.
Netanyahu und Trump am Dienstag im Oval Office
Foto:Ma’ayan Toaf (GPO) / Anadolu Agency / IMAGO
Trumps Sprecherin Karoline Leavitt sprach im Anschluss von einem »positiven und produktiven« Treffen. Netanyahu sagte in einer Videobotschaft nach seinem Besuch: »Es war eines der besten Gespräche, die ich je mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, unserem Freund Donald Trump, geführt habe.« Beide hätten das gemeinsame Ziel, sicherzustellen, dass Iran keine Atomwaffen baue. Teheran bestreitet entsprechende Pläne.
Das Treffen erfolgte wenige Monate vor wichtigen Wahlen in beiden Ländern: In Israel wählen die Bürger am 27. Oktober ein neues Parlament. In den USA finden am 3. November die Kongresszwischenwahlen statt.
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