SpOn 25.04.2026
19:10 Uhr

Iran: Masoud Pezeshkian ruft zum Stromsparen auf


In Iran ist der Strom knapp. Der Präsident des Landes bittet nun die Bevölkerung, den Konsum einzuschränken. Darüber, was zu den Engpässen geführt hat, sind sich Regime und Experten nicht einig.

Iran: Masoud Pezeshkian ruft zum Stromsparen auf

Die iranische Bevölkerung soll weniger Strom verbrauchen. Dazu hat Präsident Masoud Pezeshkian angesichts massiver Versorgungsengpässe aufgerufen. Laut der Nachrichtenagentur Mehr sagte Pezeshkian, der Konsum müsse eingeschränkt werden: »Zu Hause sollten statt zehn Lampen nur zwei eingeschaltet sein – was spricht dagegen?«

Pezeshkian begründete die Krise primär mit militärischen Angriffen der USA und Israels auf die nationale Infrastruktur sowie einer »Belagerung«. Damit bezieht er sich auf die US-Blockade iranischer Häfen. Eine unabhängige Schadensbilanz zu den behaupteten Treffern an Energieanlagen liegt jedoch bisher nicht vor.

Fachleute der Internationalen Energieagentur (IEA) und unabhängige Analysten weisen darauf hin, dass die Ursachen der Krise vielschichtig sind. Demnach gelten seit Jahren eine marode Infrastruktur, staatlich subventionierte Niedrigpreise und gravierende Managementfehler als Haupttreiber des Energiemangels.

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Dass sich der Präsident nun persönlich mit Details wie der Anzahl von Glühbirnen an die Öffentlichkeit wendet, werten Beobachter als Zeichen für den Ernst der Lage. Die Führung in Teheran versucht offensichtlich, einem Aufflammen neuer sozialer Unruhen vorzubeugen, da der Energiemangel bereits in der Vergangenheit landesweite Proteste befeuert hatte.

jah/dpa