Großbrand in der Eifel: Wegen eines Waldbrandes in der Gemeinde Hürtgenwald mussten rund 2000 Menschen aus dem Ortsteil Hürtgenwald-Gey in Sicherheit gebracht werden. Die Einsatzkräfte bekämpfen die Flammen auch aus der Luft.
Seit Donnerstagnachmittag hatten sich die Brände in der Region ausgebreitet. Die Behörden sprachen von einem »Feuer außer Kontrolle«. Nun hat sich der Wind gedreht, wodurch die Flammen näher an eine Siedlung herangerückt sind.
Leo Braun, Anwohner:
»So gegen vier Uhr kam die Nachricht über die NINA-App, dass wir den Ort sofort verlassen müssen. Und dann haben wir unsere Sachen gepackt, die wir im Vorfeld schon gepackt hatten, und sind dann nach hier geflüchtet.«
Hans Dammer, Anwohner:
»Je nachdem wie der Wind steht, das ist alles so trocken hier, das überspringt ja dann auch Straßen und so. Also wir haben auf jeden Fall schon alles gepackt, um vielleicht weiterzumüssen.«
Inzwischen droht eine zusätzliche Gefahr: Die Flammen bewegen sich in Richtung eines alten Munitionslagers.
Ralf Nolten, Landrat Kreis Düren:
»Wenn man von obendrauf sieht, sieht man, da sind noch sehr viele Feuer, auch kleinere Feuer, die noch offen lodern. Es gibt sehr viele heiße Glutnester. Also wir sind noch lange nicht durch.«
Rund 300 Feuerwehrkräfte sind vor Ort im Einsatz, zudem die Bundeswehr und mehrere Hilfsorganisationen. Erschwerend für die Brandbekämpfung dürften die erneut hohen Temperaturen werden, die der Deutsche Wetterdienst in den nächsten Tagen für Nordrhein-Westfalen vorhersagt. Teils sollen sie bis auf 38 Grad steigen. Die genaue Ursache des Feuers ist noch nicht bekannt.