SpOn 18.05.2026
19:04 Uhr

Hamburg: Schwimmen in der Alster soll in einem Naturbad möglich werden


Nach Kopenhagener Vorbild: Wenn es nach Hamburgs Senat und dem Schwimmbadbetreiber Bäderland geht, soll in der Außenalster eine Badestelle entstehen. Schon 1869 konnte an dem Ort geplanscht werden.

Hamburg: Schwimmen in der Alster soll in einem Naturbad möglich werden

Hamburg plant zusammen mit Bäderland den Bau eines Naturbades am Alsterufer Schwanenwik. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne), Sportsenator Andy Grote (SPD) und Bäderland-Chefin Susan Zetzmann stellten die Pläne am angedachten Standort  an der Alster vor.

Die Alsterwiese Schwanenwik liegt an der östlichen Außenalster, nur wenige Minuten von der Innenstadt entfernt. Schon 1869 war an dem Ort eine öffentliche Badeanstalt eröffnet worden.

»Es ist eine faszinierende Idee, man muss jedoch die Grenze zur Euphorie wahren.«

Hamburgs Regierungschef Peter Tschentscher

»Es ist eine faszinierende Idee, man muss jedoch die Grenze zur Euphorie wahren«, sagte Tschentscher. Es handele sich lediglich um einen ersten Schritt, den der Senat nun prüfen wolle.

Sportsenator Grote ergänzte, dass die Idee einer Badestelle an der Alster seit vielen Jahrzehnten bestehe und er bereits zu seinen Juso-Zeiten diese Forderung aufgestellt habe. »Die Alster ist ein Ort, der für Lebensqualität und Aktivität steht«, sagte Grote. Daher passe der Entwurf auch zum Olympiakonzept der Stadt, hieß es weiter.

Hohe Kosten, unnötige Infrastruktur, Verkehrschaos: In Hamburg blickt man einem Stimmungsbild zufolge skeptisch auf eine Olympiabewerbung. Bald kommt es zur Abstimmung. Lesen Sie hier  mehr zum Thema Olympia in Deutschland.

Schlichter Entwurf nach Kopenhagener Beispiel

Beispielhaft für die Hamburger Pläne sei ein Freibad in Kopenhagen, sagte Fegebank. In der dänischen Hauptstadt können Menschen bereits in einem abgetrennten Bereich im Hafen schwimmen.

In Hamburg soll es ein 50 Meter langes Becken geben, das mit Alsterwasser gefüllt werden soll. Bäderland-Chefin Zetzmann betonte, dass es sich dabei nicht um ein »reines Chlor-Bad« handeln werde, sondern das Wasser im Becken auch durch Pflanzen aufbereitet werden solle.

Mehr zum Thema

Weitere Details – etwa über angedachte Eintrittspreise oder ein Eröffnungsdatum – nannte Zetzmann nicht, da das Verfahren noch in der ersten Planungsphase stecke.

Den Freibädern geht es wie dem ganzen Land: Die Infrastruktur ist vielerorts sanierungsbedürftig, Fachkräfte fehlen. Nun suchen Kommunen nach kreativen Lösungen, vom Eigenbau bis zum Gast-Rettungsschwimmer aus Argentinien. Lesen Sie hier  mehr zum Thema.

aeh/dpa