SpOn 19.09.2026
12:27 Uhr

Großbritannien: 340 Drohnen-Vorfälle über Militärstützpunkten in zwölf Monaten


Die Drohnensichtungen über britischen Militärstützpunkten haben sich laut Bericht seit 2024 fast verdreifacht. Nun sollen zusätzliche Luftraumbeschränkungen verhängt werden.

Großbritannien: 340 Drohnen-Vorfälle über Militärstützpunkten in zwölf Monaten

An britischen Militärstandorten kommt es einem Zeitungsbericht zufolge immer häufiger zu Drohnenvorfällen. In den vergangenen zwölf Monaten seien 340 Sicherheitsvorfälle mit Drohnen über oder in der Nähe militärischer Einrichtungen entdeckt worden, berichtete der »Independent« am Samstag. 2025 waren es demnach 250 Vorfälle gewesen, im Jahr davor lag die Zahl mit 126 nur bei etwas mehr als der Hälfte.

Das britische Verteidigungsministerium machte keine Angaben zur Herkunft der Drohnen, aber die Vorfälle kommen zu einem Zeitpunkt, zu dem immer mehr europäische Länder hybride Angriffe aus Russland auf ihr Territorium melden.

Die britische Staatssekretärin für Verteidigung, Louise Sandher-Jones, erklärte, die Regierung nehme »die Bedrohung durch feindliche Drohnen über Einrichtungen des Verteidigungsministeriums sehr ernst«. Die Zunahme der registrierten Vorfälle spiegele »die erheblichen Fortschritte bei der Überwachung und Meldung« solcher Vorfälle wider, fügte sie in einer an die Nachrichtenagentur AFP übermittelten Stellungnahme hinzu. Im vergangenen Februar seien Luftraumbeschränkungen über 44 strategischen Militärstandorten in Kraft getreten, bei weiteren 160 Standorten solle dies im Herbst geschehen.

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Am Freitag hatte das Außenministerium in Moskau die britische Interimsgeschäftsträgerin einberufen, um gegen die »Steigerung« von Londons Lieferungen von Drohnen und anderen Waffen an die Ukraine zu protestieren. Moskau warnte davor, dass britische Militäreinrichtungen in der Ukraine als »legitime Ziele« betrachtet würden, sollten sie für Langstreckenangriffe auf Russland genutzt werden.

Großbritannien gehört seit Beginn der groß angelegten russischen Offensive im Jahr 2022 zu den wichtigsten Unterstützern der Ukraine.

löw/AFP