SpOn 13.09.2026
16:22 Uhr

Gianluigi Donnarumma: Nach brutalem Überfall zwei Angeklagte ins Gefängnis


Italiens Nationaltorhüter Gianluigi Donnarumma und seine Partnerin wurden vor drei Jahren in ihrer Pariser Wohnung von Einbrechern geschlagen und gequält. Zwei der Täter sind nun zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Gianluigi Donnarumma: Nach brutalem Überfall zwei Angeklagte ins Gefängnis

Etwas mehr als drei Jahre nach dem brutalen Raubüberfall auf Italiens Fußballnationaltorhüter Gianluigi Donnarumma und dessen Partnerin Alessia Elefante sind in Paris zwei Angeklagte zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Das Pariser Strafgericht sprach den als Drahtzieher geltenden Ilyas K. schuldig und verhängte eine Freiheitsstrafe von neun Jahren sowie eine Geldstrafe in Höhe von 80.000 Euro. Mitangeklagter Moktar D. erhielt fünf Jahre Haft, davon zwei Jahre auf Bewährung. Ein dritter Angeklagter, Khyan M., wurde freigesprochen.

Opfer eines gewaltsamen Einbruchs

Donnarumma und Elefante waren in den frühen Morgenstunden des 21. Juli 2023 in ihrer Luxuswohnung an der Avenue Montaigne im Zentrum von Paris Opfer eines gewaltsamen Einbruchs geworden.

Nach Gerichtsangaben drangen vier maskierte Täter über die Dächer in das Gebäude ein, fesselten das Paar und bedrohten es mit Messern. Der Torhüter wurde blutig geschlagen, seine Partnerin mit einem Handy-Ladekabel gewürgt. Die Täter erbeuteten Bargeld, Schmuck, Uhren und Luxustaschen. Den Wert der Beute bezifferte Donnarumma auf knapp eine Million Euro.

Donnarumma und Alessia Elefante nach ihrer Trauung im Juli 2026

Donnarumma und Alessia Elefante nach ihrer Trauung im Juli 2026

Foto: Alessandro Garofalo / REUTERS

Zum Zeitpunkt der Tat stand der Europameister von 2021 bei Paris Saint-Germain unter Vertrag, mittlerweile spielt er für Manchester City in England. Laut Anklage handelte es sich um einen besonders gewaltsamen Überfall, der von einer insgesamt siebenköpfigen Gruppe ausgeführt worden sein soll. Einige Beteiligte konnten bislang nicht identifiziert werden.

Tat kein Einzelfall

Die Staatsanwaltschaft hatte Haftstrafen zwischen vier und zehn Jahren gefordert.

Nach Darstellung der Ermittler war das wohlhabende Pariser Viertel in den vergangenen Jahren wiederholt Ziel ähnlicher Überfälle auf prominente Persönlichkeiten. Es handele sich um eine Form der Kriminalität, die »äußerst lukrativ« und »extrem gewalttätig« sei, sagte die Staatsanwaltschaft.

mfu/sid