SpOn 14.03.2026
11:58 Uhr

Fußball in Italien: AS Rom verlässt Stadio Olimpico nach über 70 Jahren


Seit 1953 spielen AS Rom und Lazio im Stadio Olimpico. Jetzt hat ein Stadtrat erklärt: Die Roma darf ein neues Stadion haben. Mit dem Neubau soll sich auch Italiens »beschämende« Stadionsituation vor der EM 2032 verbessern.

Fußball in Italien: AS Rom verlässt Stadio Olimpico nach über 70 Jahren

Der italienische Fußball-Erstligist AS Rom soll rechtzeitig zur Fußball-Europameisterschaft 2032 ein neues Zuhause bekommen. Am Freitag stimmte der Stadtrat von Rom dem Bau eines neuen Stadions im Nordosten der italienischen Hauptstadt zu, dieses soll auch im Hinblick auf die in Italien und der Türkei ausgetragene Endrunde in sechs Jahren eine wichtige Rolle spielen.

Der vom Club vorgelegten »technischen und wirtschaftlichen Machbarkeitsstudie« stimmten insgesamt 39 der 44 Stadträte zu, eine finale Bestätigung hat das Projekt damit allerdings noch nicht bekommen. Weitere Genehmigungen durch Behörden, insbesondere auf regionaler Ebene, stehen noch aus.

Bauarbeiten für das Milliardenprojekt beginnen 2027

Gemeinsam mit Stadtrivale Lazio Rom trägt die AS ihre Heimspiele seit 1953 im Stadio Olimpico aus, bereits seit mehreren Jahren streben beide Vereine nach getrennten Spielstätten. Die Bauarbeiten für das Milliardenprojekt, das im nordöstlichen Stadtviertel Pietralata Platz für 60.000 Zuschauer bieten würde, sollen bereits im nächsten Jahr beginnen. Plan sei es, die Spielstätte »rechtzeitig für die Austragung von Spielen der Europameisterschaft« fertigzustellen, sagte der römische Bürgermeister Roberto Gualtieri.

Noch in diesem Jahr muss der italienische Verband fünf Austragungsorte für die EM vorschlagen, im Vorfeld hatte der teils desolate Zustand der italienischen Stadien jedoch für Spannungen gesorgt. Im vergangenen Mai hatte UEFA-Präsident Aleksander Čeferin die Situation als »beschämend« bezeichnet.

jan/sid