SpOn 30.04.2026
20:09 Uhr

Frankreich: Vater soll 34 Kinder bei Pyjamapartys sexuell missbraucht haben


Ein 40-jähriger Franzose soll Mitschüler seiner Kinder zu Übernachtungspartys eingeladen haben, um sie dann zu missbrauchen. Die Opfer sollen teils erst zwei Jahre alt gewesen sein.

Frankreich: Vater soll 34 Kinder bei Pyjamapartys sexuell missbraucht haben

Erneut erschüttert ein Missbrauchsfall eine Gemeinde in Frankreich. Die Justiz ermittelt gegen einen Mann aus dem südfranzösischen Lucenay. Er soll 34 Kinder im Alter von zwei bis neun Jahren vor allem während Pyjamapartys vergewaltigt und sexuell missbraucht haben.

Der 40-jährige Vater habe den Großteil der Taten gestanden, die auf 127 Videos und 197 Fotos festgehalten wurden, die Fahnder bei ihm daheim fanden, teilte die Staatsanwaltschaft in Villefranche-sur-Saône mit.

Die Ermittlungen kamen Ende 2024 nach Anzeigen mehrerer Eltern ins Rollen. Der Vater hatte demnach Mitschüler seiner Kinder zu Übernachtungspartys und Geburtstagsfeiern eingeladen, während denen er den Kindern sexuelle Gewalt antat.

In der kleinen Gemeinde Lucenay nördlich von Lyon, wo der Verdächtige wohnte und es zu den Taten kam, löste das Bekanntwerden der Ermittlungen eine Schockwelle aus, wie französische Medien berichteten. In der Grundschule des Ortes, die viele der Opfer besuchten, wurde umfangreiche psychologische und juristische Hilfe für die betroffenen Familien bereitgestellt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Für die Befragung der Kinder wurden darauf spezialisierte Ermittler hinzugeholt.

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Die Opfer der Taten, zu denen es zwischen 2020 und 2024 gekommen sein soll, waren ausschließlich Jungen, wie die Zeitung »Le Monde« unter Verweis auf die Ermittlungen berichtete. Gegenstand der Ermittlungen ist demnach auch die Frage, ob der Tatverdächtige die Kinder vor den Übergriffen mit schweren Medikamenten ruhiggestellt hat.

Der 40-Jährige, der nach Angaben der Staatsanwaltschaft bislang nicht bei der Justiz bekannt war, soll ausgesagt haben, selbst als Kind missbraucht worden zu sein, berichtete »Le Monde« unter Verweis auf Vernehmungsprotokolle.

jah/dpa