SpOn 26.09.2026
16:21 Uhr

Formel 1 in Baku: George Russell zittert sich vor Max Verstappen zum Sieg


George Russell gewinnt ein turbulentes Rennen in Baku knapp vor Max Verstappen. Im Duell mit Stallrivale Kimi Antonelli verkürzt er aber nur auf 66 Punkte.

Formel 1 in Baku: George Russell zittert sich vor Max Verstappen zum Sieg

In den Häuserschluchten von Baku hat George Russell den Grand Prix von Aserbaidschan gewonnen. Der Mercedes-Pilot feierte mit einem Vorsprung von nur 0,196 Sekunden auf Max Verstappen im Red Bull einen Start-Ziel-Sieg. Es war Russells dritter Saisonsieg und der achte seiner Karriere.

Sein Stallrivale und WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli verpasste sein nächstes Formel-1-Wunder hingegen knapp. Der Italiener fuhr auch dank zweier Safety-Car-Phasen nach einem Debakel in der Qualifikation von Position 16 aus auf Platz fünf. Drei Wochen nach seiner irren Fahrt von Rang 19 zum Sieg in Monza  betrieb Antonelli wieder einmal erfolgreich Schadensbegrenzung. Russell verkürzte den Rückstand auf den Italiener in der Gesamtwertung auf 66 Punkte.

Dritter bei seinem Comeback nach einer Verletzungspause wurde Isack Hadjar im zweiten Red Bull. Nach einer völlig verkorksten Qualifikation mit Rang 18 raste Nico Hülkenberg im Audi als Elfter fast noch in die Punkte.

Antonelli demolierte Mercedes im Qualifying

Antonelli hatte in der Qualifikation einen Rückschlag erlebt. Bei einem Fahrfehler in der ersten Kurve beschädigte er die linke Vorderradaufhängung seines Mercedes irreparabel. »Es war mein Fehler, völlig unnötig«, räumte er ein. Seinen Baku-Aussetzer bezeichnete er als »sehr gute Erinnerung« daran, dass einem »nichts einfach geschenkt« werde.

Kimi Antonelli

Kimi Antonelli

Foto: Andrej Isakovic / AFP

In den ersten Runden kam Antonelli nicht voran, lag nach 17 von 51 Runden aber bereits unter den Top Ten. Verstappen konnte das Tempo von Pole-Mann Russell ebenfalls nicht mitgehen. Ein Batterieproblem bremste ihn auf der Startplatzjagd aus. Mit einem neuen Motor in seinem Red Bull schob sich Verstappen früh auf Podiumskurs.

Eine Schrecksekunde erlebte Russell zur Halbzeit des Rennens, als er die Mauer touchierte und Sorgen um seine Reifen auf der rechten Seite des Mercedes hatte. »Es fühlt sich nicht gut an, habt bitte ein Auge auf den Reifendruck«, wies er seine Box über Funk an.

In Runde 31 krachte Williams-Pilot Alex Albon in Kurve fünf in die Streckenmauer. Das Safety Car fuhr auf den Asphalt, das Feld zog sich zusammen. Antonelli nutzte diese Phase sofort für einen Reifenwechsel. Eine Runde später holten sich Russell und Verstappen frische Gummis.

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Ein Kran barg den demolierten Williams, in Runde 35 herrschte wieder freie Fahrt. Verstappen überholte nach dem Neustart Piastri, doch dann krachte es ausgelöst von Alpine-Fahrer Franco Colapinto gleich wieder. Das Safety-Car kam zurück.

Die Aufräumarbeiten waren rasch beendet – und dann musste Russell zittern. Verstappen machte mächtig Druck auf den Briten. Russell forderte eine neue Motoreneinstellung und konnte so seinen Sieg gerade noch über die Ziellinie retten.

luc/dpa