Mehrere Täter drangen demnach am vergangenen Dienstagmorgen gewaltsam in das Anwesen der Familie in Nyon am Genfer See ein. Die Vermummten sollen die Familie bedroht und einen der Söhne des Ex-Rennfahrers gezwungen haben, einen im Haus befindlichen Safe zu öffnen.
Welche Beute die Angreifer machten, ist derzeit noch nicht klar. Fest steht nur, dass sie anschließend flohen. Die Familie alarmierte den Berichten zufolge umgehend die Polizei, die eine groß angelegte Fahndung einleitete – bislang ohne Ergebnis. Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass die Täter womöglich über die Grenze nach Frankreich geflohen sind.
Der Professor des Rennsports
Prost gilt als einer der erfolgreichsten und technisch präzisesten Fahrer der Formel-1-Geschichte. Der vierfache Weltmeister prägte die Achtziger- und frühen Neunzigerjahre mit seinem analytischen Fahrstil und seiner strategischen Rennintelligenz, weshalb er den Spitznamen »Le Professeur« erhielt. Besonders bekannt wurde seine Rivalität mit Ayrton Senna bei McLaren, die bis heute zu den ikonischsten Duellen des Motorsports zählt. Er wurde jeweils viermal Weltmeister und Vizeweltmeister und gewann insgesamt 51 Grand Prix.
Der 71-Jährige ist als großer Uhrenliebhaber bekannt; seit 2017 ist er Markenbotschafter der Luxusuhrenmarke Richard Mille. Er hat drei Kinder, die alle bereits erwachsen sind.
Der SPIEGEL traf Prost 1986 zum Interview. Damals, noch während seiner aktiven Karriere, sagte er: »Je näher man dem Tode ist, desto intensiver kann man das Leben genießen.« Lesen Sie das ganze Interview hier im Archiv.
