Elizabeth Holmes galt als Biotech-Pionierin. Dann entlarvten Medienberichte ihre vermeintliche Innovation als Lügenkonstrukt. Wegen Betrugs sitzt sie in Haft, aber wohl nicht mehr lange: Wie internationale Medien berichten, soll Holmes im kommenden August aus einem Gefängnis in eine Resozialisierungseinrichtung verlegt werden.
Holmes täuschte Investoren, indem sie versprach, dass ihr Start-up viele medizinische Tests mit einem einzigen Bluttropfen durchführen könne. Zwischenzeitlich war Theranos, wie das Unternehmen hieß, mit rund neun Milliarden Dollar bewertet; Holmes selbst rund 4,5 Milliarden Dollar schwer.
Doch die vermeintliche Erfolgsgeschichte war nichts weiter als ein Schwindel. Statt Innovationen nutzte die Firma offenbar schlicht herkömmliche Testverfahren. Ein US-Gericht verurteilte sie wegen Betrugs zu einer Haftstrafe von mehr als elf Jahren. Außerdem musste sie eine Schadensersatzzahlung in Höhe von 452 Millionen Dollar leisten.
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Haben die Macher der Dokumentation »You Can See Everything« den Trailer neu erfunden?Von Arno Frank4 Min
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Ihre Haftstrafe wurde aber mehrfach verkürzt. Laut Gefängnisunterlagen, über die unter anderem der »Guardian« berichtet , soll Holmes im Februar 2030 entlassen werden. Laut US-Medien sollen von ihrem Betrug Betroffene nun über den geplanten Umzug in die Resozialisierungseinrichtung in Del Valle, Texas, informiert worden sein. Holmes selbst soll sich ihre Zukunft in Austin vorstellen.
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Der Fall der betrügerischen Selfmade-Milliardärin, die den American Dream verkörperte, hat so viele Ebenen, dass eine Dokumentation über sie gedreht wurde. »You Can See Everything« der Produktionsfirma A24 soll am 16. Oktober in die Kinos kommen, und bereits der Trailer sorgte für Aufsehen (mehr dazu lesen Sie hier ).
Das Filmprojekt begleitet Holmes und ihren Partner Billy Evans vor ihrer Haftstrafe. Im Mai 2025 wurden Berichte laut, nach denen Evans Millionen für ein neues Start-up gesammelt habe. Die Idee? Medizinische Tests.
