SpOn 20.05.2026
07:04 Uhr

Donald Trump: US-Regierung will Kampfbrigaden in Europa kürzen


Washington senkt die Zahl der Kampfbrigaden in Europa von vier auf drei. Zusätzlich verzögert sich eine Entsendung von US-Truppen nach Polen. Derweil reist Außenminister Marco Rubio nach Schweden – mit einer klaren Mission.

Donald Trump: US-Regierung will Kampfbrigaden in Europa kürzen

Die USA reduzieren die Zahl ihrer in Europa eingesetzten Kampfbrigaden von vier auf drei und kehren damit zum Stand von 2021 zurück. Das teilte das US-Verteidigungsministerium, das sogenannte Pentagon, mit. Pentagon-Sprecher Sean Parnell erklärte auf X, die Umstellung führe zu einer »vorübergehenden Verzögerung« bei der Entsendung von US-Streitkräften nach Polen. Einen konkreten Zeitplan nannte der Sprecher nicht.

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Zuvor hatte das »Wall Street Journal« unter Berufung auf Quellen im Pentagon berichtet, die USA stoppten die Entsendung einer Kampfbrigade von rund 4000 Soldaten nach Polen zu einem auf neun Monate angelegten Einsatz. Polens Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz teilte nach einem Gespräch mit seinem US-Amtskollegen Pete Hegseth mit, Washington habe keine Entscheidung über eine Truppenreduzierung in Polen getroffen. Das Engagement der USA für Polens Sicherheit bliebe unverändert.

Sorge um Rückzug der Amerikaner

Auch US-Vizepräsident JD Vance sprach von einer üblichen Verzögerung bei einer Rotation und widersprach einer Darstellung, die Truppenstärke in Polen werde reduziert. Parnell betonte zugleich, die geplante Entsendung hänge von einer umfassenden Prüfung ab. Zentral seien sowohl die eigenen Herausforderungen der USA als auch die Fähigkeit europäischer Verbündeter, zusätzliche Kräfte beizusteuern. Das Pentagon stehe dazu in enger Abstimmung mit Polen und werde später weitere Details vorlegen. Nach Angaben aus Warschau sind derzeit fast 10.000 US-Soldaten in Polen stationiert, viele davon rotierend.

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Parallel wächst in Europa die Sorge, dass die von Präsident Donald Trump angekündigten Truppenbewegungen ohne enge Abstimmung mit Verbündeten Sicherheitslücken hinterlassen könnten; das Pentagon bestätigt bislang vorwiegend die Reduzierung der Brigadezahl und verweist für die konkrete Verteilung der Kräfte in Europa auf die laufende Überprüfung.

Vor dem Hintergrund reist US-Außenminister Marco Rubio zu einem Nato-Außenministertreffen in Schweden, wo er nach Angaben des State Department erneut höhere Verteidigungsausgaben und mehr Lastenteilung von den europäischen Partnern verlangen will.

fin/dpa-AFX/AP/