Über die Freundschaft zwischen zwei Menschen entscheidet auch der Geruch, wie Experimente immer wieder zeigen. So gesehen konnte es nur was werden zwischen US-Präsident Donald Trump und Syriens Machthaber Ahmed al-Sharaa. Mit ein paar kräftigen Sprühern seines Parfüms nebelte der US-Präsident seinen Gast aus Syrien beim Staatsbesuch im vergangenen November ein.
Der einstige nordsyrische Rebellenführer ließ die Beauty-Behandlung im Weißen Haus mit einem leicht verlegenen Lächeln über sich ergehen. Und dem syrischen Präsidenten scheinen die Düfte – »Victory 45-47« und »Fight, Fight, Fight« gut zu gefallen. Auf X postete Sharaa nun ein Bild mit zwei Kartons des Präsidenten-Dufts und einer Notiz aus dem Weißen Haus.
Some meetings leave an impression; ours apparently left a fragrance.
— أحمد الشرع (@AH_AlSharaa) May 19, 2026
Thank you, Mr. President @realDonaldTrump, for your generosity and for topping up this precious gift. May the spirit of that meeting continue to shape a stronger relationship between Syria and the United States. pic.twitter.com/4rVXeYt8zs
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»Ahmed« heißt es dort, »alle reden über das Foto, das wir gemacht haben, als ich dir dieses tolle Parfüm geschenkt habe«. Falls es bereits aufgebraucht sei, schicke man Nachschub.
Und der syrische Präsident dankt herzlich. Manche Treffen würden einen Eindruck hinterlassen, schreibt Sharaa, von ihrem Termin bleibe offenbar ein Duft.
Bloß welcher? Wonach riecht der Mann nun, der im syrischen Bürgerkrieg eine Dschihadistentruppe führte, die erst mit dem »Islamischen Staat« (IS), dann mit dem Terrornetzwerk al-Qaida verbündet war? Der SPIEGEL hat im April in einer Hamburger Parfümerie nachgefragt . Dort beschreibt man Victory for Men als »Officeduft«, »modern«, aber »erdig, kalt und metallisch«.
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Ab 2003 kämpfte Sharaa im Irak gegen US-Truppen, die US-Regierung hatte mal ein Kopfgeld von zehn Millionen US-Dollar auf ihn ausgesetzt. Nun beschenkt ihn US-Präsident Trump mit einem Duft, der für 250 US-Dollar für je 100 Milliliter angeboten wird. Ein erstaunlicher Wandel. (Mehr zu dem Treffen der beiden lesen Sie hier .)
Aber wer will schon den Wert von Präsenten von einem Mann wie Trump aufrechnen, der bereits mit einem Gemälde von Putin, einem goldenen Pieper von Netanyahu und einer Friedensnobelpreismedaille beschenkt wurde? Es ist ja schön, wenn sich zwei Menschen gut riechen können.
Hier eine Krone, da ein Jumbojet: Immer wieder versuchen Politiker und Unternehmer, Donald Trump mit Geschenken zu umschmeicheln. Eine Übersicht lesen Sie hier .
