Kommt es zum Ernstfall, steht es schlecht um die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands – dieser Meinung sind die meisten Menschen, die für eine aktuelle Erhebung befragt wurden. Den Daten des Instituts Insa zufolge schlossen sich nur 17 Prozent eher oder vollständig der Aussage an, daran zu glauben, dass die Bundeswehr Deutschland im Angriffsfall ausreichend verteidigen könnte. 72 Prozent gingen demnach eher oder gar nicht davon aus. Die Umfrage fand im Auftrag der »Bild am Sonntag« statt.
Etwas gesunken ist die Sorge der Menschen um einen russischen Angriff auf Deutschland: 38 Prozent der Befragten sind deshalb beunruhigt, jeder Zweite (50 Prozent) hingegen nicht. Einer Insa-Umfrage vom September 2025 zufolge hatte sich damals noch eine Mehrheit der Befragten (52 Prozent) über einen Angriff Russlands besorgt gezeigt.
Sorge vor Cyberangriffen ist größer
Deutlich größer ist die Angst, wenn es um mögliche Angriffe im digitalen Raum geht. Zwei Drittel der Befragten stimmten der Umfrage zu, sich Sorgen darüber zu machen, dass Cyberangriffe, Sabotageakte oder gezielte Desinformation das Leben in Deutschland beeinträchtigen könnten. Knapp über ein Fünftel (22 Prozent) zeigte sich über mögliche Gefahren dagegen eher nicht oder gar nicht besorgt.
Für die Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut Insa nach eigenen Angaben 1005 Personen im Zeitraum vom 21. Mai bis zum 22. Mai 2026.
Bundeswehrsoldat Florian M. ist jüngst ins litauische Vilnius gezogen. Er ist bereit, im Angriffsfall sein Leben für Demokratie und Freiheit zu geben. Lesen Sie hier unsere Reportage über den deutschen Hauptmann und seine Brigade.
