SpOn 02.05.2026
12:41 Uhr

Borussia Mönchengladbach: Berti Vogts verteidigt Rainer Bonhof nach Fan-Kritik


Bei der Mitgliederversammlung brach Gladbach-Präsident Rainer Bonhof in Tränen aus und wurde von Teilen der Fans scharf kritisiert. Nun eilt ihm sein ehemaliger Teamkollege Berti Vogts zu Hilfe.

Borussia Mönchengladbach: Berti Vogts verteidigt Rainer Bonhof nach Fan-Kritik

Nach der Fankritik an Borussia Mönchengladbachs Präsident Rainer Bonhof bei der vergangenen Mitgliederversammlung hat Gladbach-Rekordspieler Berti Vogts, 79, seinen einstigen Teamkollegen verteidigt. »Rainer Bonhof die Schuld daran zu geben, was bei Borussia nicht passt, kann ich so nicht akzeptieren«, schrieb Vogts in einer Kolumne für die »Rheinische Post« . »Dass ihn viele nun derart angehen, ist nicht fair. Er ist es nicht, der die Trainer und Spieler verpflichtet, das tun andere.«

Bei der Versammlung am Montag hatte die organisierte Fanszene Flugblätter verteilt, in denen die Ablösung des Präsidiums gefordert wurde. Während der Versammlung wurde Bonhof von Mitgliedern verbal angegangen. Schon bei seiner Ansprache zuvor war er in Tränen ausgebrochen, als er die schwache Saison der abstiegsgefährdeten Gladbacher ein »Scheißjahr« nannte.

Rainer Bonhof steht in der Kritik

Rainer Bonhof steht in der Kritik

Foto: Norbert Jansen / fohlenfoto / IMAGO

»Es tut mir sehr weh, was auf der Mitgliederversammlung passiert ist«

Vogts hat Mitgefühl mit seinem Weltmeister-Kollegen von 1974 und schreibt: »Es tut mir sehr weh, was auf der Mitgliederversammlung passiert ist. Rainer Bonhof ist mit Leib und Seele Borusse – und er ist ein Mann mit Emotionen. Natürlich geht ihm die Situation an die Nieren. Und er hat recht, wenn er sagt, dass es ein ›Scheißjahr‹ ist.«

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Gladbach ist drei Spieltage vor dem Saisonende noch nicht aller Sorgen ledig. Mit einem Sieg am Sonntag (17.30 Uhr/ Stream: Dazn) gegen Borussia Dortmund könnte die Mannschaft von Trainer Eugen Polanski den Klassenerhalt nahezu perfekt machen.

Vogts plädiert für eine kritische Bestandsaufnahme im Sommer. »Die Borussia wird in den letzten drei Spielen dafür sorgen, dass sie erstklassig bleibt, dann muss es darum gehen, wieder nach oben zu schauen. Es muss alles auf den Tisch. Es müssen Spieler da sein, die sich zu hundert Prozent identifizieren, so wie es Rainer Bonhof bis heute tut.« Schon die vergangenen Jahre endeten für Gladbach enttäuschend.

kjo/dpa