Zollbeamte haben am Flughafen Köln/Bonn rund 90 Giftschlangen und seltene Echsen in einem Koffer entdeckt. Die tierschutzwidrig in engen Schmuggelverstecken transportierten Tiere seien beschlagnahmt worden, sagte ein Sprecher des Hauptzollamts Köln. Ein Ermittlungsverfahren gegen den Mann, einen Feuerwehrmann aus Mexiko, sei eingeleitet worden.
Die 55 Echsen und 37 Schlangen, überwiegend giftige Vipern, sind nach ersten Erkenntnissen alle in den Gebirgen Südamerikas heimisch. Einige der Arten seien vom Aussterben bedroht und streng geschützt, in jedem Fall aber selten, so der Sprecher des Hauptzollamts.
Ohne Wasser und Nahrung eingequetscht
Die Reptilien seien inzwischen zu einem Fachmann gebracht worden, der sich darum kümmere, die geschwächten Tiere wieder aufzupäppeln. Der Kofferbesitzer sei von Mexiko-City über Istanbul ins Rheinland geflogen. Entsprechend lange seien die Tiere ohne Wasser und Nahrung in ihren engen Verstecken eingequetscht gewesen. Einige der Echsen hätten sich nicht wieder erholen können und seien inzwischen gestorben.
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