In einigen Gebieten im Westen Berlins ist am Nachmittag bei Tausenden Haushalten der Strom ausgefallen. Bei den meisten Kunden in Charlottenburg, Grunewald und Westend sei die Versorgung aber rasch wiederhergestellt worden, sagte ein Sprecher des Netzbetreibers Stromnetz Berlin. Die Störung soll nach seinen Angaben bis 18 Uhr komplett behoben sein.
Stromnetz Berlin ist im Einsatz
Foto: Soeren Stache / dpaBetroffen waren nach Unternehmensangaben ungefähr 4500 Haushalte und 300 Gewerbekunden. Es habe Probleme bei zwei Umspannwerken gegeben, sagte der Sprecher. Die Ursache sei ein kaputter Schalter gewesen. Die Störung begann demnach kurz vor 16 Uhr. Eine Stunde später seien noch etwa 1000 von 4500 Haushalten ohne Strom gewesen. Fünf Teams von Stromnetz Berlin arbeiteten aktuell an der Reparatur, sagte der Sprecher.
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Anfang Januar war es im Südwesten der Stadt nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke zu dem bislang längsten Stromausfall seit dem Zweiten Weltkrieg gekommen. 100.000 Menschen in 45.000 Haushalten und mehr als 2000 Gewerbebetriebe waren teils tagelang ohne Strom – und damit oft auch ohne Heizung. Am 7. Januar war die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt. Wegen seines Krisenmanagements war vor allem der Regierende Bürgermeister Kai Wegner massiv in die Kritik geraten.
Damals herrschte eisige Kälte, zudem lag Schnee. Tausende Berlinerinnen und Berliner flüchteten in Hotels. Beim Senat gingen mehr als 2800 Anträge zur Erstattung der Kosten ein. Der Senat hatte während des Stromausfalls angekündigt, die Kosten zu übernehmen. Die Auszahlung läuft über den Bezirk Steglitz-Zehlendorf.
Der mutmaßlich von Linksextremen angegriffene »neuralgische Punkt« im Berliner Stromnetz war lange vor dem Anschlag nahezu ungeschützt. Die Kabel lagen zum Teil offen. Die Videos und Fotos, die das zeigen, sehen Sie hier.
