Die »Morgenpost« zitiert ihn damit, dass er sich in Deutschland erstmals von einer Partei unterstützt fühle.
Auch zu den Antisemitismusvorwürfen gegen die Linke äußerte sich der Clanchef im Gespräch mit der »Morgenpost«. »Die Berliner Linke ist Juden gegenüber nicht feindlich eingestellt«, sagte Remmo. Er würde »keinen judenfeindlichen Politiker wählen«.
Die Linke in Berlin-Neukölln betonte, dass es weder politische noch persönliche Beziehungen zu Remmo gebe. »Es handelte sich um eine öffentliche Veranstaltung, zu der auch ungeladene Personen Zutritt hatten«, teilte Jorinde Schulz aus dem Bezirksvorstand der Neuköllner Linken mit.
»Uns war die Person und ihre Anwesenheit im Speziellen nicht bekannt, sie steht nicht auf unserer Anmeldeliste. Es gibt weder politische noch persönliche Beziehungen zu dieser Person.« Der Besuch der Wahlparty habe daran »selbstverständlich nichts geändert«.
Issa Remmo gilt als Kopf der Großfamilie Remmo, die in den Achtzigerjahren aus dem Libanon nach Berlin kam. Mehrere Angehörige der Familie werden für erhebliche Straftaten verantwortlich gemacht, etwa für den Goldmünzendiebstahl aus dem Berliner Bode-Museum 2017 und den Juwelendiebstahl aus dem Historischen Grünen Gewölbe in Dresden 2019.
