SpOn 18.09.2026
15:03 Uhr

Berkshire Hathaway: Warren Buffett legt nun auch Verwaltungsratsvorsitz nieder


Er galt als »Orakel von Omaha«: US-Starinvestor Warren Buffett machte aus einer maroden Textilfirma eines der wertvollsten Unternehmen der Welt. Nun tritt er als Verwaltungsratschef von Berkshire Hathaway ab.

Berkshire Hathaway: Warren Buffett legt nun auch Verwaltungsratsvorsitz nieder

Kurz nach seinem 96. Geburtstag rückt der Ruhestand für Warren Buffett näher: Der US-Starinvestor legt den Verwaltungsratsvorsitz seiner Holding Berkshire Hathaway nieder. Allerdings bleibe Buffett Mitglied des Verwaltungsrats und sei zudem zum »Ehrenpräsidenten« ernannt worden, teilte die Holding nun mit.

Buffett war zum 1. Januar bereits als Geschäftsführer ausgeschieden. Seinen Rückzug hatte er im Mai 2025 überraschend bei einer Aktionärsversammlung angekündigt. Sein Nachfolger in dieser Funktion ist Greg Abel. Den Vorsitz des Verwaltungsrats übernimmt Buffetts Sohn Howard, wie die Holding weiter mitteilte.

Das »Orakel von Omaha«

Buffett gilt als Legende unter den Investoren und wird wegen seiner Erfolge das »Orakel von Omaha« genannt. Berkshire Hathaway hat seinen Sitz in Omaha, der größten Stadt des US-Bundesstaats Nebraska. Die Firma war ein marodes Textilunternehmen, als Buffett es in den Sechzigerjahren übernahm und über die Jahre zu einer riesigen Holdinggesellschaft ausbaute. Mit einer konservativen, auf Substanzwerten aufgebauten Anlagestrategie entwickelte er sie zu einem der zehn wertvollsten Unternehmen weltweit. ​Heute ist Berkshire Hathaway an der New Yorker Börse 1,1 Billionen Dollar wert.

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Auf seinen Nachfolger hält Buffett offenbar große Stücke: »Meine Erwartungen an ihn waren von Anfang an unermesslich, und er hat sie übertroffen«, bilanzierte ‌Buffett zum Jahreswechsel in einem Brief an die Aktionäre mit Blick auf Abel. »Deshalb ist die ​Zeit reif, um ‌den Übergang abzuschließen.« Er habe seit 1965 für Berkshire gearbeitet, »und ich habe immer noch den besten Job der Welt«, schrieb er. Aber »Gevatter Zeit gewinnt immer. Er war gleichwohl großzügig mit mir.«

Buffetts Sohn ‌Howard ist seit 1993 für Berkshire Hathaway tätig und hatte das Unternehmen in zahlreichen Aufsichts- und Verwaltungsräten vertreten. »Das ist eine längere Lehrzeit ‌als ich sie hatte, bevor ich ​mit 34 die Zügel ‌in die Hand nahm«, schrieb Warren Buffett. »Greg leitet das Unternehmen, ‌Howard wird ​auf seine Kultur und seine Werte achten.«

Howard Buffett leitet seit 1999 auch eine nach ihm ​benannte Stiftung, die sich um ⁠die weltweite Ernährungssicherheit und die ​Beilegung von Konflikten ​bemüht.

Warren Buffetts Wort bewegte die Finanzindustrie, er gilt als einer der erfolgreichsten Investoren der Welt und der Geschichte. Welches Geheimnis steckt hinter seinem Erfolg? Und was kann man sich womöglich von ihm abschauen? Das lesen Sie hier. 

mkh/AFP/Reuters