Die Grenzpolizei in Bayern hat in einem Auto auf der Autobahn 3 Bargeld in Millionenhöhe gefunden. Die Bündel mit Geldscheinen seien in einem Wagen versteckt gewesen, den Schleierfahnder bei Passau kontrolliert hatten, sagte eine Polizeisprecherin. Die Rede sei von einer Summe im »niedrigen siebenstelligen Bereich«, zitiert der »Bayerische Rundfunk« (BR) weiter. »Es war mit Sicherheit der größte Bargeldfund in den letzten Jahren in Niederbayern.«
Bei dem Fahrer handele es sich um einen 45-jährigen Ungarn. Plausible Angaben, woher das Geld stammt und wofür es verwendet wird, konnte er nicht machen. Deshalb ermittelt jetzt die Kriminalpolizei wegen des Verdachts auf Geldwäsche, der Mann wurde festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erging Haftbefehl. Jetzt sitzt der 45-Jährige in einer Justizvollzugsanstalt. Das Bargeld und der Pkw wurden sichergestellt.
Stadtzentrum von Passau
Foto: Felix Hörhager / dpaPassau liegt in Niederbayern nahe der Grenze zu Österreich, laut Medienberichten war auch das kontrollierte Fahrzeug auf dem Weg dorthin.
Bei Kontrollen an Autobahnen in Bayern entdecken Polizistinnen und Polizisten immer wieder größere Mengen Bargeld. Können die Fahrerinnen und Fahrer nicht erklären, woher sie das Geld haben und wofür sie es verwenden wollen, dürfen die Beamten die Scheine sicherstellen.
Oft bewegen sich die Summen im fünf- bis sechsstelligen Bereich. So hatte die Polizei bei einer Grenzkontrolle in Simbach am Inn (Landkreis Rottal-Inn) Ende Februar eine sechsstellige Summe in bar entdeckt. Auch in diesem Fall konnten die beiden Insassen des Wagens nicht erklären, woher das Geld kam und wofür es gedacht war. Auch in diesem Fall stellten die Beamten die Scheine deshalb sicher.
Im Jahr 2023 hatten Polizisten laut BR auf der A3 im Kreis Straubing-Bogen 50 Kilogramm Goldbarren sowie Schmuck und eine halbe Million Euro in bar beschlagnahmt. Bereits Anfang des Folgejahres seien es einmal 240.000 Euro, in einem weiteren Fall 700.000 Euro entdeckt worden, heißt es weiter.
