SpOn 07.10.2026
13:30 Uhr

2. Bundesliga: VfL Bochum verhängt Hüpfverbot auf der Osttribüne


Fans des Zweitligisten VfL Bochum müssen in ihrem Stadion vorsichtiger sein, das gemeinsame Springen auf der Osttribüne ist ab sofort verboten. Der Grund: Bei zu starken Schwingungen drohe Unwohlsein bei »ungeübten« Besuchern.

2. Bundesliga: VfL Bochum verhängt Hüpfverbot auf der Osttribüne

Die Fans des Zweitligisten VfL Bochum müssen bei Heimspielen ihrer Mannschaft künftig auf der Osttribüne auf das gemeinsame Springen verzichten. Wie der Club und die Bochumer Sportstätten Besitzgesellschaft mitteilten, gilt ab sofort in diesem Teil des Stadions ein sogenanntes »Hüpfverbot«.

Im Zuge der geplanten Modernisierungsmaßnahmen des Ruhrstadions sei das Schwingungsverhalten der Stehstufenelemente auf der Osttribüne »nochmals eingehend untersucht« worden, hieß es. Dabei habe das beauftragte Ingenieurbüro festgestellt, dass bei bestimmten Zuschauerbewegungen starke Schwingungen auftreten, die hauptsächlich bei »ungeübten« Stadionbesuchern zu Unwohlsein führen könnten.

Die Tragfähigkeit der Tribüne sei laut Gutachten zwar gegeben, »aber durch gemeinsames, rhythmisches Hüpfen oder Springen, also synchronisierte Bewegungen vieler Menschen«, komme es zu einem sogenannten »Trampolineffekt«, der das Unwohlsein hervorrufen könne. Die Bochumer Sportstätten Besitzgesellschaft mbH (BoSB) sei als Stadioneigentümerin per Verfügung dazu angehalten worden, diese Belastung künftig zu vermeiden, hieß es.

Rhythmische Hüpf- und Sprungbewegungen »strengstens untersagt«

Von der Bochumer Bauaufsichtsbehörde sei zunächst ein »Hüpfverbot« für die Osttribüne als Alternative zur Sperrung festgelegt worden. Damit sind laut Club ab der kommenden Partie gegen Arminia Bielefeld am Sonntag (13.30 Uhr; TV: Sky) in den Blöcken N2, O, P und Q gemeinschaftliche, synchronisierte, rhythmische Hüpf- und Sprungbewegungen »strengstens untersagt«. Der Torjubel sei davon nicht betroffen, lediglich »choreografiertes Springen«.

Bei Zuwiderhandlungen würden »sofort erhebliche Konsequenzen drohen«, bis hin zur kompletten Sperrung der Tribüne, die Bochumer appellierten daher »nachdrücklich« an ihre Fans. »Der VfL bedauert die unumgänglichen Maßnahmen, ist aber erleichtert darüber, dass die Osttribüne bei Einhaltung des Hüpfverbots unter voller Auslastung genutzt werden kann«, hieß es. Die Sanierung dieses Bereichs sei bereits Bestandteil der Modernisierungsmaßnahme, sodass das Hüpfverbot mit Ende der geplanten Sanierungsarbeiten im Jahr 2028 aufgehoben werden könne.

bka/sid