Es sind erst wenige Minuten gespielt, da sagt Harry Styles, er habe sich in den Tagen vor seinem ersten Tourstopp in Europa wie vor einer Geburtstagsparty gefühlt. Nicht wegen der Vorfreude. Sondern, weil selbst einer der größten Popstars unserer Zeit die Ur-Angst jedes »Impostors« fühlt:
Was, wenn niemand kommt?
Keine Sorge, Harry: Natürlich kam jemand! Und doch wurde vor dem Auftakt seiner »Together Together«-Tour in Amsterdam getuschelt. In nahezu jeder Kategorie gab es am Tag des Konzerts noch Tickets zu kaufen. Auf TikTok berichteten Fans , sie hätten aus »Produktionsgründen« bessere Plätze zugewiesen bekommen. Andere klagten, sie würden ihre Karten nicht mehr loswerden – und wenn, dann für deutlich unter dem Originalpreis.
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Das scheinbare Desinteresse überrascht: Es ist nicht lange her, da sorgten sich Fans, ob sie überhaupt ein Ticket ergattern würden. In den USA registrierten sich 11,5 Millionen Menschen für den Vorverkauf der 500.000 Tickets, die es für die 30 angekündigten Konzerte im Madison Square Garden zu kaufen gab . Auch Karten für die Termine in Europa waren schnell vergriffen.
Besuchte Harry Styles mit seinem vorherigen Album noch 87 Städte auf fünf Kontinenten, so waren für die Tour zum Nachfolger »Kiss All the Time. Disco, Occasionally« weniger Konzerte in noch weniger Städten angekündigt. Sogenannte Residencies – einst alternden Popstars in Las Vegas vorbehalten – bei denen nicht die Künstler zu ihren Fans reisen, sondern andersherum. Lesen Sie hier die SPIEGEL-Rezension zum Album.
