Um gar nicht erst falsche Hoffnungen aufkommen zu lassen: Sarah Engels wird am Samstag nach Nicole und Lena nicht die dritte deutsche ESC-Siegerin werden. Nicht in diesem Jahr, nicht mit »Fire«. Dafür ist der von einem Team der Berliner Musikproduktionsfirma Ossia komponierte Titel zu unoriginell.
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Im Songcontest kommt es darauf an, aufzufallen – möglichst auf allen Ebenen. Die Hälfte der Punkte verteilen 35 Länderjurys, besetzt mit je sieben Menschen aus der Musikbranche (von denen in diesem Jahr erstmals zwei unter 25 sein müssen). Sie achten unter anderem darauf, ob das Lied künstlerisch heraussticht, schließlich wurde der ESC 1956 als Kompositionswettbewerb gegründet.
Mit einem Song, der »I'm on fire« auf »you're a liar« reimt, wird man da nicht groß landen können. Zumal die Jurorinnen und Juroren, die über 25 sind, auch die Nähe zu »Fuego« erkennen werden, mit dem Eleni Foureira 2018 für Zypern den zweiten Platz beim Eurovision Song Contest belegte.
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Aber die andere Hälfte der Punkte kommt vom Fernsehpublikum, und das ist an keine Kriterien gebunden, wem es seine bis zu zehn Stimmen gibt. Da könnte eine Rolle spielen, dass der Act bereits eine Fangemeinde hat. Sarah Engels hat mit Abstand die meisten Instagram-Follower aller ESC-Acts 2026: 1,8 Millionen.
Der Haken: Bekannt ist Sarah Engels in Deutschland, etwas noch in Österreich und der Schweiz. Denn sie ist ein Gesicht des deutschen Privatfernsehens. Die in Hürth geborene Sängerin wurde im Casting-TV-Boom groß, 2011 als Kandidatin bei »Deutschland sucht den Superstar«, und vermarktete im Reality-TV ihre Ehe mit dem »DSDS«-Mitkandidaten Pietro Lombardi in mehreren Staffeln der Doku-Soap »Sarah & Pietro«.
