»Ich war 23 Jahre alt, gerade mit dem Studium fertig und Wehrpflichtiger bei der Artillerie in Landshut, als man mir einen Mercedes-Benz 300 SEL 6.3 mit 250 PS und 6,3 Liter Hubraum anvertraute. Mein Auftrag: einen japanischen Prinzen während der Olympischen Spiele 1972 durch München zu chauffieren.
Urlaub in der Krise
Der Irankrieg macht Fernreisen unsicher und erhöht die Treibstoffkosten. Günstig in die Ferien: Geht das in diesem Sommer noch?
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Unsere Batterie war für den VIP-Fahrdienst der Spiele ausgewählt worden. Plötzlich sollten wir Soldaten Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees fahren. Das war wohl günstiger für den deutschen Staat, als Taxis für die Gäste zu buchen. Vorher wurden wir von Mercedes-Werksfahrern auf die großen Wagen vorbereitet. Außerdem machten wir Erkundungsfahrten zu den Wettkampfstätten, zum Beispiel nach Poing zum Military-Reiten oder nach Augsburg zur Kanustrecke. Ich dachte: ›Wie kommt ein Bauernbub dazu, so einen Mercedes durch München zu fahren?‹
Eure Hoheit
Meine Fahrgäste waren Prinz Tsuneyoshi Takeda und seine Frau, Prinzessin Mitsuko Sanjo. Er ist ein Enkel des Kaisers Meiji und Mitglied der japanischen Kaiserfamilie.
