SpOn 22.05.2026
09:19 Uhr

(+) KNDS: Warum es richtig ist, dass der Staat beim Panzerbauer einsteigt


Deutschland will sich mit 40 Prozent beim deutsch-französischen Panzerbauer KNDS einkaufen. Damit sendet Berlin ein starkes Signal gegen die imperialen Gelüste Wladimir Putins. Aber nicht nur das.

(+) KNDS: Warum es richtig ist, dass der Staat beim Panzerbauer einsteigt

Billig wird das Ganze nicht. Die Bundesregierung plant, 40 Prozent Anteile am Panzerbauer KNDS zu kaufen. Das könnte locker einen hohen, einstelligen Milliardenbetrag kosten. Der Staat sichert sich damit die Kontrolle über das deutsch-französische Rüstungsunternehmen, das den Kampfpanzer Leopard, Panzerhaubitzen und Radpanzer herstellt. Es ist eine strategische Entscheidung, und sie ist richtig – aus mehreren Gründen.

Gerald Traufetter ist Chefkorrespondent im Wirtschaftsressort des SPIEGEL

Erstens: Deutschland und Europa müssen sich auch ohne die USA gegen das imperiale Russland verteidigen können. Die Zeit drängt, denn es gibt ernst zu nehmende Analysen, dass Wladimir Putin schon in ein paar Jahren ein Nato-Land angreifen könnte. Die russische Regierung hat auf Kriegswirtschaft umgestellt. Nur im militärischen Konflikt mit fremden Mächten kann Putin seine Herrschaft erhalten.

Zweitens: Deutschland braucht eine heimische Rüstungsindustrie, die Kriegsgerät in Serie herstellt, nicht wie bisher in Manufaktur. Mit dem Einstieg bei KNDS kann der Staat die Investitionen sicherstellen, die dafür langfristig nötig sind.

Drittens: Die Anteile sichern auch Kontrolle. Denn bislang tritt der Staat bei den Rüstungskonzernen als Kunde auf und muss die Preise zahlen, die die Unternehmen verlangen. Konzerne wie Rheinmetall rufen gerade horrende Summen auf. Der Verdacht liegt nahe, dass sie die prekäre verteidigungstechnische Lage des Landes ausnutzen.

Diesen Artikel weiterlesen mit SPIEGEL+

Sie haben bereits ein Digital-Abo? Zum Login

SPIEGEL plus Nur für Neukunden
Freier Zugriff auf alle S+-Artikel auf SPIEGEL.de und in der App
Wöchentlich die digitale Ausgabe des SPIEGEL inkl. E-Paper (PDF), Digital-Archiv und S+-Newsletter
Jederzeit kündigen
SPIEGEL plus 52 Wochen 25 % sparen
Freier Zugriff auf alle S+-Artikel auf SPIEGEL.de und in der App
Wöchentlich die digitale Ausgabe des SPIEGEL inkl. E-Paper (PDF), Digital-Archiv und S+-Newsletter
52 Wochen rabattierte Laufzeit

Sie haben bereits ein Print-Abo? Hier rabattiert Digital-Zugang bestellen

Jetzt Artikel freischalten:

Sie haben bereits ein Digital-Abo?

SPIEGEL plus
Zugang zu allen Artikeln in der App und auf SPIEGEL.de
Wöchentliche Ausgabe des SPIEGEL als E-Paper
Jederzeit kündbar
SPIEGEL plus
Zugang zu allen Artikeln in der App und auf SPIEGEL.de
Wöchentliche Ausgabe des SPIEGEL als E-Paper
Jederzeit kündbar

SPIEGEL+ wird über Ihren iTunes-Account abgewickelt und mit Kaufbestätigung bezahlt. 24 Stunden vor Ablauf verlängert sich das Abo automatisch um einen Monat zum Preis von zurzeit ¤ ein Jahr zum Preis von zurzeit ¤. In den Einstellungen Ihres iTunes-Accounts können Sie das Abo jederzeit kündigen. Um SPIEGEL+ außerhalb dieser App zu nutzen, müssen Sie das Abo direkt nach dem Kauf mit einem SPIEGEL-ID-Konto verknüpfen. Mit dem Kauf akzeptieren Sie unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärung.