Wer sich einen Hund anschaffen will, hat vieles zu bedenken. Passt die Lieblingsrasse zum Lebenswandel – zum Beispiel in die kleine Stadtwohnung im vierten Stock? Soll es ein Hund aus dem Tierheim sein oder ein Welpe mit Stammbaum vom Züchter? Ein Tier, das auch Neulinge leicht erziehen können, oder eins mit Jagd- oder Beschützerinstinkt?
In dieser Entscheidungsphase befassen sich künftige Frauchen oder Herrchen eher nicht mit dem Tod des Haustiers. Sie sollten es aber. Denn die durchschnittliche Lebensdauer von Hunden kann je nach Rasse deutlich variieren.
Das hat ein Team um Datenwissenschaftlerin Kirsten McMillan von der britischen Tierschutzorganisation Dogs Trust herausgefunden. Ihre Auswertung, veröffentlicht 2024 im Fachmagazin »Scientific Reports« , beruht auf Daten von knapp 600.000 Hunden aus dem Vereinigten Königreich. Die Informationen stammten von Tiervermittlungs- und Tierschutzorganisationen, Zuchtverbänden, Tierversicherungen, Tierarztverbänden und veterinärmedizinischen Archiven an Universitäten. Die Auswertung schließt mehr als 150 Rassen ein. Es ist der bislang umfangreichste wissenschaftliche Vergleich der Lebenserwartung von Hunden.
