Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen eines Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Dort verbreitet sich derzeit der seltene Virustyp Bundibugyo, für den es bisher keinen zugelassenen Impfstoff gibt.
Ebola-Ausbrüche können äußerst schwer und verheerend sein. Ebola gehört zur Familie der Filoviren. Dazu zählen eng verwandte Erreger wie das Marburgvirus, das beim Menschen eine tödlich verlaufende Erkrankung auslösen kann.
Immerhin: Ebola verbreitet sich nicht auf dieselbe Weise wie Grippe oder Covid-19 und ist insgesamt deutlich weniger ansteckend. Die Übertragung erfordert in der Regel direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten oder kontaminierten Materialien einer infizierten Person, dadurch ist eine anhaltende weltweite Ausbreitung wesentlich unwahrscheinlicher.
Die Ausbreitungsgefahr in der Region jedoch gilt als hoch. Vor allem aus drei Gründen sind Fachleute jetzt besorgt.
Fälle ohne erkennbaren Kontakt
Es gibt erstens deutliche Hinweise, dass der Ausbruch größer und weiter verbreitet ist, als die offiziellen Zahlen nahelegen. Die WHO spricht von einer »bedeutenden Unsicherheit«.
Am 5. Mai 2026 hatten die Verantwortlichen der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) die WHO wegen eines Ausbruchs in der Provinz Ituri im Nordosten des Landes alarmiert. Offiziell gibt es bisher nur eine begrenzte Zahl an bestätigten Fällen: Acht Menschen haben sich – Stand 16. Mai 2026 – nachweislich mit dem Bundibugyo-Virus angesteckt.
