Nachdem der ultrarechte Aktivist Charlie Kirk im September 2025 ermordet worden war, entbrannte in den USA eine Debatte, wie das Attentat kommentiert werden sollte und wie nicht. Und wieder zeigte sich, wie tief gespalten das Land mittlerweile ist. Grenzen der Meinungsfreiheit wurden neu verhandelt – und teilweise enger gezogen. Wer sich öffentlich unbedacht äußerte, riskierte, entlassen zu werden oder ein Visum nicht zu bekommen. (Lesen Sie hier mehr dazu.)
Oder gar Gefängnis – wegen einiger Facebook-Beiträge: Larry Bushart aus dem Bundesstaat Tennessee musste für 37 Tage in Haft, der einzige in der Öffentlichkeit bekannte Fall.
Was war passiert? Bushart, der sich in einem früheren Interview selbstironisch als »Facebook-Warrior« bezeichnete, hatte einige Zeit nach dem Attentat auf der Plattform einige Memes geteilt, in denen Kirks rechter Jugendorganisation »Turning Point USA« vorgeworfen wurde, Hass zu schüren.
Ein Foto von Charlie Kirk ist während seiner Trauerfeier auf einem großen Bildschirm zu sehen
Foto: John Locher / AP / dpaZudem teilte Bushart ein weiteres Meme, das frühere Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu einem Amoklauf an einer Schule im Bundesstaat Iowa enthielt. Trump hatte damals gesagt: »Wir müssen darüber hinwegkommen.« Der Ersteller des Memes hatte in Bezug auf Kirks Ermordung dazu geschrieben: »Das scheint heute aktuell zu sein…«
Der Sheriff von Perry County in Tennessee, Nick Weems, wertete den Umstand, dass Bushart das Meme geteilt hatte, als Androhung von Gewalt. Bushart wurde verhaftet, seine Kaution auf zwei Millionen Dollar festgesetzt.
