SZ 14.09.2026
13:49 Uhr

Vuelta-Sieger Enric Mas: Meisterstück des ewig Unvollendeten


Der Sieger der Spanien-Rundfahrt ist ein Radfahrer, der lange als ewiger Zweiter und Unglücksmann galt. Doch jetzt hat Enric Mas endlich seinen Triumph – den er vor pittoresker Kulisse auskostet.

Vuelta-Sieger Enric Mas: Meisterstück des ewig Unvollendeten
Enric Mas ließ sich feiern in Granada, die Vuelta gewinnt man eben nicht alle Tage.
Jorge Guerrero/AFP

Die Alhambra, auf dem Sabikah-Hügel im andalusischen Granada in Spanien gelegen, wird bisweilen als „Rote Festung“ bezeichnet. Und es musste vielleicht so kommen, dass die berühmteste Radrundfahrt des Landes in diesem Jahr auf genau diesem Hügel gipfelte. Im Finale der 81. Vuelta erklomm ein Radprofi aus dem mallorquinischen Städtchen Artà viermal den Anstieg hinauf in die Stadtburg über Granada. Ein Mann, der so oft und so knapp an großen Siegen vorbeigekurvt war, strampelte gegen seine Biografie an. Und nun, geschmückt im roten Trikot des Gesamtführenden, überwand er die Festung zum letzten Mal – und hatte es endlich geschafft.

Nach seinem schweren Sturz bei der Vuelta ist die Radsportsaison für Tadej Pogacar beendet. Dem fünfmaligen Tour-de-France-Gewinner wird ein kleiner Gegenstand auf einer Straße bei Valencia zum Verhängnis.

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