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19.05.2026
15:47 Uhr
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Die ehemalige Bundeskanzlerin erhält den Europäischen Verdienstorden für ihr politisches Lebenswerk. Nebenbei gibt sie Ratschläge für den Umgang mit Wladimir Putin.

„Frieden, Wohlstand, Demokratie“ sieht die frühere Kanzlerin als Grundversprechen der EU: Angela Merkel mit dem Europäischen Verdienstorden, links Kommissionschefin Ursula von der Leyen. SEBASTIEN BOZON/AFP
Angela Merkel hatte nur zwei Minuten Zeit für ihre Rede, trotzdem wollte sie das große Bild der Europäischen Union in einer gefährlich gewordenen Welt zeichnen. Also machte sie schnell. Die drei Grundversprechen der EU seien in Gefahr, sagte die ehemalige Bundeskanzlerin am Dienstag vor dem Europaparlament: das Friedensversprechen, das Wohlstandsversprechen, das Demokratieversprechen. Europa müsse zu einer Verteidigungsunion werden, müsse seine Wirtschaft wieder in Schwung bringen und die Demokratie durch die Regulierung von sozialen Netzwerken und künstlicher Intelligenz retten.
Die Altkanzlerin hält in Hamburg beim ältesten regelmäßig gefeierten Festmahl der Welt eine so kämpferische wie leidenschaftliche Rede. Sie fordert Zusammenhalt in Europa – und Aufbruchstimmung.
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