SZ 03.08.2026
14:01 Uhr

Sozialstaat: Ein Scheitern der Rentenreform würde auch die Ostdeutschen schwer treffen


Drei CDU-Ministerpräsidenten aus dem Osten fordern jetzt mit Blick auf die anstehenden Wahlen, die Rente mit 63 beizubehalten. Dahinter steckt eine verquere Logik.

Sozialstaat: Ein Scheitern der Rentenreform würde auch die Ostdeutschen schwer treffen
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU, Mitte) zählt wie seine Parteikollegen Mario Voigt (re.), Ministerpräsident von Thüringen, und Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, zu den Politikern, die den Beibehalt der Rente mit 63 fordern. Sebastian Gollnow/dpa

Nein, diese Ministerpräsidenten vertreten bei der Rente nicht die Interessen der Ostdeutschen. Sven Schulze aus Sachsen-Anhalt, Michael Kretschmer aus Sachsen und Mario Voigt aus Thüringen behaupten dies zwar. Sie geben es denen in Berlin schriftlich: Wir wollen die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren behalten, zum Wohle unserer Bürger. In Wirklichkeit aber sind die drei Herren von der CDU dabei, für ihre Hoffnung auf kurzfristig mehr Stimmen bei den anstehenden Landtagswahlen im Osten großen Schaden anzurichten. Und zwar auch für ihre Bürger.

Die Ost-Ministerpräsidenten der CDU wenden sich gegen einen zentralen Punkt der Rentenreform und fordern mehr Rücksicht beim Umbau der Sozialsysteme. Sie bekommen postwendend Widerspruch – von einer Ostdeutschen.

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