SZ 08.09.2026
14:56 Uhr

Polizeieinsatz in München: Wie es zum Schuss der Polizei auf einen 14-Jährigen kam. Eine Rekonstruktion


Erstmals äußern sich die Anwälte des schwer verletzten Jungen, der mit einer Softairwaffe in Schwabing gestellt wurde. War der Schuss unvermeidbar? Und warum dürfen so echt wirkende Spielzeugpistolen überhaupt verkauft werden?

Polizeieinsatz in München: Wie es zum Schuss der Polizei auf einen 14-Jährigen kam. Eine Rekonstruktion
Am 18. August 2026 untersuchen Einsatzkräfte der Polizei den Tatort an der Belgradstraße im Münchner Stadtteil Schwabing.
Foto: Felix Hörhager/dpa

Auf der Rolltreppe im Mira-Einkaufszentrum im Hasenbergl geht es hinunter, einmal um die Ecke, vorbei an Verkaufsständern mit Plastikblumen, Pfannenhebern und Sandalen, dann steht man im Woolworth. Im hinteren Bereich des Geschäfts, nach gruseligen Halloween-Spinnen und Polyestershirts, findet sich die Spielzeugabteilung. Lustige Plastikgebisse, bunte Magnetspiele – und daneben jede Menge unterschiedliche Waffen. Keine echten, sondern Softpfeilpistolen, eine Plastik-Maschinenpistolen-Nachbildung und ein Polizei-Set mit Waffe und Handschellen hängen an der Wand.

Nach dem Schuss eines Beamten auf einen Jugendlichen gibt die Polizei Einblicke in das Training mit Tasern. Die Geräte können nützlich sein – doch in manchen Situationen bleibt den Polizisten nur der Griff zur Schusswaffe.

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