Von neun bis fünf im Büro und an den Wochenenden frei – dieser klassische Alltag wird in vielen Bereichen zunehmend zum Auslaufmodell. Allerdings stoßen berufliche Terminkalender und Schichtpläne in Deutschland schnell an rechtliche Grenzen. Denn eigentlich gilt hier immer noch der Acht-Stunden-Tag als gesetzliche Norm. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas bereitet im Moment aber eine Reform vor, um diese Grenze aufzuweichen. So sieht es auch der Koalitionsvertrag vor. Beschränkt werden soll stattdessen lediglich die Zahl der Arbeitsstunden pro Woche. Bas kündigte einen ersten Gesetzesentwurf für Juni an. Arbeitgeberverbände sehen in der Novelle eine längst überfällig Modernisierung – Gewerkschaften warnen dagegen vor einem Angriff auf den Sozialstaat mit negativen Folgen für Berufstätige.
