SZ 20.03.2026
16:10 Uhr

Oberfranken: Bamberger CSU-Chef gibt auf


Nach der Niederlage von Melanie Huml bei der Bamberger OB-Wahl gibt es erste parteiinterne Folgen. Es droht aber schon neues Ungemach.

Oberfranken: Bamberger CSU-Chef gibt auf
Gerhard Seitz hat angekündigt, sein Amt als CSU-Chef in Bamberg zur Verfügung zu stellen. Quelle: Facebook

Die CSU-Niederlage bei der Kommunalwahl in Bamberg hat nun erste Folgen. Nachdem es CSU-Bewerberin Melanie Huml nicht in die OB-Stichwahl geschafft hat, kündigt der Vorsitzende der örtlichen CSU, Gerhard Seitz, seinen Verzicht auf das Amt des Kreisvorsitzenden an. Seiner Ansicht nach brauche die CSU in Bamberg einen „grundlegenden politischen Neuanfang“, teilte Seitz mit. Nach zweieinhalb Jahren als Chef der Bamberger CSU kündige er daher an, sein Amt als CSU-Kreisvorsitzender zur Verfügung zu stellen und den „Weg für einen politischen Neuanfang“ frei zu machen.

Zugleich forderte Seitz den CSU-Stadtratschef Peter Neller auf, diesem Beispiel zu folgen und einen „grundlegenden Neuanfang“ zu ermöglichen. Fraktionschef Neller, er gilt als innerparteilicher Hauptkonkurrent von Seitz, teilte auf Nachfrage mit, sein Amt turnusgemäß bis Ende April auszuführen. Offenbar droht trotz des angekündigten Schrittes von Seitz bereits neuer Ärger in der Bamberger CSU. Nach diversen Irritationen in der Vergangenheit schlössen Teile der CSU-Fraktion eine weitere Zusammenarbeit mit Seitz kategorisch aus, erklärte Neller im Gespräch mit der SZ.

Seitz entgegnet, sein Amt als Stadtrat werde er selbstverständlich wahrnehmen und beabsichtige, dies auch innerhalb der CSU zu tun. Wann exakt er sein Amt als örtlicher CSU-Chef zur Verfügung stelle, werde er zunächst mit dem Parteivorstand besprechen.

In Aschaffenburg könnte am Sonntag Historisches passieren, in Nürnberg auch – und nach Bamberg blicken ohnehin fast alle: Selten waren Stichwahlen im Norden Bayerns so aufwühlend.

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