SZ 08.10.2026
13:22 Uhr

Nobelpreis: Poesie mit Saltos, Hüpfern und Sprüngen


Anne Carson mit dem Literaturnobelpreis auszuzeichnen, ist eine mutige Wahl. Sie ist eine Autorin, die sich im Niemandsland zwischen den vertrauten Formen des Schreibens bewegt. Warum es sich gerade deshalb lohnt, ihr Werk zu entdecken.

Nobelpreis: Poesie mit Saltos, Hüpfern und Sprüngen
Die Kanadierin Anne Carson.
Foto: Pontus Lundahl/TT/Imago

Die Schwedische Akademie hat eine bemerkenswerte, mutige Wahl getroffen. Anne Carson, 1950 in Toronto geboren, ist vieles zugleich. Als Gelehrte unterrichtete sie in Montreal klassische griechische und römische Literatur. Als Essayistin schweift sie durch die Antike wie durch die ästhetische Moderne. Als Autorin von Versromanen und Performancekünstlerin bringt sie die Mythen und das Wissen der Zeiten zum Tanzen.

Marie Luise Knott übersetzt seit vielen Jahren Lyrik und Prosa der frisch gekürten Nobelpreisträgerin Anne Carson. Wohl niemand kann besser erklären: Was macht die Autorin so besonders?

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