SZ 28.06.2026
09:31 Uhr

Italien: Wie die Ermittlungen gegen Benko in Italien verpuffen


Von Bozen aus wollte Milliardenpleitier René Benko Italien erobern. Dazu verbündete er sich mit einem Südtiroler Statthalter  – und vielleicht auch mit dem lokalen Establishment. Es wird ermittelt, aber manches verwundert.

Italien: Wie die Ermittlungen gegen Benko in Italien verpuffen
„Ich bin der Freischütz“, sagt Benkos Vertrauter in Italien, Hans Peter Hager, übersieht dabei aber, dass dieser einen Pakt mit dem Teufel eingeht. Hier eine Szene aus der gleichnamigen Oper in Puchheim. Günther Reger/Günther Reger

Natürlich wurde die Eröffnung groß gefeiert. Schließlich dauerte der Bau des Waltherpark sechs Jahre. Er kostete etwa 650 Millionen Euro, und das riesige Einkaufszentrum mit Hotel, Tiefgarage, einigen Freizeiteinrichtungen und mehr als 100 Wohnungen hat die Altstadt von Bozen verändert wie kein Gebäudekomplex in den vergangenen einhundert Jahren. Wäre alles gelaufen wie geplant, hätte René Benko das obligatorische Eröffnungsband durchschnitten. Stattdessen übernahm sein alter Freund Christoph Schoeller, Immobilienunternehmer aus Pullach bei München, am 16. Oktober 2025 die Schneidearbeit. Benko saß zu dem Zeitpunkt längst in Innsbruck in Untersuchungshaft. Gleich neben Schoeller schnippelte ein lachender Heinz Peter Hager am Band, wie Fotos zeigen. Das hätte er sicher auch getan, wenn Benko nicht verhindert gewesen wäre. Denn die beiden Herren waren sehr lange sehr eng.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: