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01.05.2026
11:26 Uhr
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Rausgehen, Sport machen, das Leben genießen: Wir haben in den Stilnews lauter gute Vorsätze für die nächsten Monate gesammelt.

Chop Chop, Wilson, Maison Deux, Veja
Oder eben den Balkon begrünen. Oder die Blumenkübel vor dem Haus. Schließlich gibt es kein besseres Gefühl, als Dingen zum Wachsen und Blühen zu verhelfen. Dabei gilt bei auch bei der Gartenarbeit: Der Weg ist das Ziel. Das Hacken, Jäten und Säen soll idealerweise schon Spaß machen. Hilfreich dabei sind schöne und funktionale Werkzeuge, wie sie etwa die kleine Manufaktur „Chop Chop Bloom“ aus Berlin seit einigen Jahren anbietet. Erster Coup des Labels war eine elegante Gartenschere, die in Sachen Qualität und Haptik keine Wünsche offenließ. Jetzt kommt eine Blumenschaufel dazu.
Auch sie ist made in Germany und kein Vergleich mit einfacher Baumarktware. Dafür steht nicht nur das massive und sorgsam angeschliffene Schaufelblatt, das für viele Arbeiten rund um Beet und Balkonkasten geeignet ist. Besonders eindrucksvoll ist hier genau wie bei der Schere, die sorgfältige Lederummantelung der Griffe, die der Berliner Sattler Ulrich Czerny besorgt. Damit hat man das Werkzeug nicht nur sehr angenehm in der Hand, es bildet sich mit den Jahren auch eine schöne Patina – und gut sichtbar sind die Griffe in den verschiedenen Farben auch, wenn die Botanik in den nächsten Monaten ein wenig unübersichtlich wird. Preis: ab 99 Euro.
In der neuen Staffel der Wut-Serie „Beef“ trägt Carey Mulligan noch den klassischen Volley-Sneaker von Veja. Jetzt würden sich die Kostümdesigner wahrscheinlich für den neuen Veja GT entscheiden, der diese Woche in die Läden kam. Die schmale Silhouette mit einer griffigen Außensohle erinnert an klassische Rennschuhe aus dem Motorsport und ist eine gute Symbiose aus Track-Performance und urbanem Streetstyle. Man ist damit also noch schneller unterwegs, falls man mal wieder so richtig in Rage gerät oder einfach nur möglichst schnell nach Hause ins Wochenende spurten will.
In jedem Fall sieht der Fuß damit ungefähr so schnittig aus wie ein Golf GTI in den Achtzigern. Gefertigt werden die Schuhe, wie bei der französischen Marke üblich, unter fairen Bedingungen in Brasilien. Das Leder wird ohne gefährliche Chemikalien gegerbt, die Sohle besteht zu großen Teilen aus nachhaltigem Amazonas-Kautschuk. Was das Unisex-Modell darüber hinaus interessant macht: Neben dem üblichen Weiß und gedeckten Farben gibt es ihn auch in knalligem Grün, Blau und Aubergine (155 Euro).
Spätestens seit Margot Robbie in „Wuthering Heights“ sind rosige Wangen zurück in Mode, nach der Autorin der Buchvorlage gern auch „Brontë-Blush“ genannt. Im Film braucht es dazu, natürlich, nur die eisigen Winde von Yorkshire, im echten Leben empfiehlt sich ein Rouge, das den richtigen Effekt erzielt, ohne angemalt zu wirken. Frauen, die nicht so gern mit Pinsel hantieren, schwören neuerdings auf Prada Touch, einen „Cream-to-Powder Blush“, der sich einfach mit den Fingern auftragen lässt, weil er wie eine Creme mit der Haut verschmilzt, sich dann aber vom cremigen Balsam in ein soft-mattes Puder-Finish verwandelt.
Das Ergebnis soll zwölf Stunden lang aufregende Wangen garantieren. Ganz sicher trifft das Produkt bei vielen aber auch einen „Soft Spot“, weil der zartrosa Tiegel die Form des ikonischen Prada-Dreiecks hat. Man sieht also sofort, wo der Blush herkommt. Fragt sich nur noch, welches die richtige Farbnuance für den jeweiligen Hauttyp ist. Mauve? Cherry? Waterlily? Mehrere Tiegel lassen sich hübsch aufeinanderstapeln, aber bei einem Preis von 45 Euro reicht vielleicht erst mal ein Satz farbige Wangen.
Tennis stand in den vergangenen Jahren wieder verstärkt im Fokus und bietet für viele noch, was Fußball oft vermissen lässt: Stil und Klasse. Die großen Turniere sind gesellschaftliche Höhepunkte, die Fans tragen feine Garderobe, und die Spieler sind Gladiatoren mit guten Manieren (zumindest meistens). Das Wichtigste: Das Spiel macht Spaß, ist anspruchsvoll und in jeder Altersklasse zu genießen. Wer dieses Jahr sein eigenes Tennisspiel wieder anschieben möchte oder vielleicht ganz neu einsteigen, braucht einen Schläger, der einem selbst Freude bringt und dem Gegner schon vor dem ersten Ball Furcht einjagt.
Die US-Firma Wilson stellte ganz in diesem Sinne vor einigen Tagen ihr neues Flaggschiff vor: Der Blade V10 soll diesen Sommer der absolute Blickfang auf den Tenniscourts sein, und zwar nicht nur wegen der auffälligen Farbe „Championship Green“. Das deutlich bessere Argument: Die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka spielt mit dem Blade V10 und war bei der Entwicklung des Prototyps aktiv beteiligt. Zur Vorstellung lobte sie unter anderem die Aggression und Balance des neuen Rackets. Klar ist, wer mit so einem Spitzengerät an der Grundlinie steht, kann Niederlagen und Fehlschläge nicht mehr auf den Schläger schieben. Auch bemerkenswert – Tennis gilt ja immer noch eher als Sport der Gutverdiener, aber auch ein Profigerät wie dieser Schläger kostet nur vergleichsweise milde 280 Euro. So viel muss man beinahe auch für gute Fußballschuhe anlegen.
Gradient klingt so viel eleganter als „Farbverlauf“, gute Wahl also, dass die schöne Decke von Maison Deux den englischen Namen trägt. Abgesehen davon, dass man nie genug Wollplaids zu Hause haben kann, gerade in der heizfreien Übergangszeit – in diesem Fall ist die fransenlos schlichte Verarbeitung auch eine Abwechslung zu den voluminösen Wintermodellen, die man jetzt gern mal ein paar Monate lang nicht zu sehen bekommt.
Dazu hundert Prozent neuseeländische Schurwolle, komfortable Größe (130 mal 200 cm) – und vor allem: die Farben! Blütenrosa und Pistaziengrün, die naturnahe Mischung ist wie gemacht für Balkon, Terrasse, Garten. Fester Plan ab Mai: Mehr Abende draußen verbringen, warm eingewickelt geht das wunderbar, auch wenn es noch nicht die lauen Nächte sind. Man weiß schließlich nie, wie viele davon der Sommer überhaupt bringt.
Der Italiener Simone Bellotti könnte der perfekte Designer für Jil Sander sein. Allerdings gibt es gerade leichtere Aufgaben, als die legendäre Hamburger Marke zu führen. Ein Besuch in Mailand.
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