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31.03.2026
22:50 Uhr
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Nach einer roten Karte spielt Italien in Zenica lange in Unterzahl und rettet sich ins Elfmeterschießen. Doch es reicht nicht, um erstmals seit 2014 zur WM zu fahren. Neben Bosnien-Herzegowina feiern die Türkei, Schweden und Tschechien.

Pio Esposito vergibt den ersten Elfmeter. Zuletzt nahm Italien 2014 am Endturnier teil. Matteo Ciambelli/Reuters
Erneutes Drama um Italien: Der viermalige Weltmeister hat zum dritten Mal nacheinander die WM-Teilnahme verspielt. Das Team von Trainer Gennaro Gattuso verlor trotz Führung 1:4 (1:1, 1:1, 1:0) im Elfmeterschießen in Bosnien-Herzegowina. Italien spielte nach einer roten Karte gegen Alessandro Bastoni (41. Minute) lange in Unterzahl.
Angreifer Moise Kean (15. Minute) erzielte zunächst die Führung und profitierte dabei auch von einem groben Patzer von St.-Pauli-Torwart Nikola Vasilj, dessen missglücktes Zuspiel das Gegentor einleitete. Italien beschränkte sich im Anschluss nur noch aufs Verteidigen und zog sich nach dem unstrittigen Platzverweis gegen Bastoni nach einer Notbremse noch mehr in die Defensive zurück.
Man lauerte auf Konter, und Kean hatte das zweite Tor auf dem Fuß. Doch der Stürmer, der allein auf Vasilj zulief, setzte den Ball knapp über das Tor. In der regulären Spielzeit schoss Italien nur zweimal auf das bosnische Tor.
Bosnien drückte lange auf den Ausgleich, wurde schließlich durch Haris Tabakovic (79.) von Borussia Mönchengladbach belohnt. Schließlich zerstörte Esmir Bajraktarevic im Elfmeterschießen alle italienischen WM-Träume. Das von Schalke-Stürmer Edin Dzeko angeführte Land ist zum zweiten Mal nach 2014 beim wichtigsten Turnier der Welt dabei.
Das italienische Warten geht dagegen weiter. Schon 2018 und 2022 scheiterte man in den Playoffs an Schweden und Nordmazedonien. Auch vor den Augen von Tennisprofi Novak Djokovic reichte es in Zenica nicht. Bosnien bekommt es bei der WM in der Gruppe B mit der Schweiz, Katar und Co-Gastgeber Kanada zu tun.
Die Türkei fährt nach 24 Jahren wieder zu einer Fußball-Weltmeisterschaft. Trainer Vincenzo Montella führte den früheren WM-Dritten am Dienstagabend im Finale der Europa-Playoffs zu einem hart erkämpften 1:0 (0:0) in Kosovo. Die Türken sind erstmals seit 2002 für eine WM-Endrunde qualifiziert, sie treffen in der Gruppe D auf Gastgeber USA, Paraguay und Australien.
Die Gäste feierten auf das Ende ihrer quälenden Leidenszeit stürmisch, denn eine ganze Generation von Fans kennt bei der WM bislang nur die Zuschauerrolle. Kerem Aktürkoglu (57.) von Fenerbahce Istanbul stieg mit dem Siegtor zum Spieler des Abends auf. Für Kosovo war bereits das 4:3 in der Slowakei im Halbfinale eine Sensation gewesen. Hoffenheims Fisnik Asllani spielte stark auf und hatte die beste Chance der ersten Halbzeit: Er traf mit seinem Fernschuss die Querlatte (29.).
Die Türken, WM-Teilnehmer 1954 und 2002, waren mindestens gleichwertig und hofften auf einen erneuten Geniestreich von Arda Güler. Der Spieler von Real Madrid hatte das Halbfinale gegen Rumänien (1:0) mit einem Traumpass entschieden. Letztlich war es dann aber Aktürkoglu, der den Ball als Abstauber mit etwas Glück über die Linie schob.
In Solna setzte sich Schweden mit 3:2 dank Treffern von Anthony Elanga (20.), Gustaf Lagerbielke (44.) und Viktor Gyökeres (88.) durch. Für Polen waren die Tore von Nicola Zalewski (33.) und Karol Swiderski (55.) nicht genug. Der 37 Jahre alte Lewandowski hat damit seine möglicherweise letzte Chance auf eine WM-Teilnahme verspielt. Gyökeres hatte bereits im Halbfinale drei Treffer erzielt.
Für die Schweden geht es in der WM-Gruppe F gegen die Niederlande, Japan und Tunesien. Vor vier Jahren hatte es bereits das Playoff-Duell zwischen den Schweden und den Polen gegeben – damals setzten sich Lewandowski und Co. durch.
Überraschend gescheitert sind die Dänen. Pavel Sulc (3.) und Ladislav Krejci (100.) hatten Tschechien jeweils in Führung gebracht, Dänemark kämpfte sich durch Tore von Joachim Andersen (73.) und Kasper Högh (111.) in das Elfmeterschießen. Dort vergaben gleich drei Dänen einen Elfmeter, nur Christian Eriksen traf – Tschechien siegte vom Punkt mit 3:1.
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