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27.04.2026
14:51 Uhr
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In einem offenen Brief wendet sich der scheidende Oberbürgermeister an die Münchnerinnen und Münchner. Was er ihnen und seinem Nachfolger Dominik Krause mitgibt.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (Mitte) verabschiedet sich von den Bürgerinnen und Bürgern, bald führt Dominik Krause (Grüne, re.) die Stadt. (Archivbild) Felix Hörhager/dpa
Zur letzten Stadtratssitzung seiner zwölfjährigen Amtszeit am Mittwoch will Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) nicht kommen, dafür verabschiedet er sich zwei Tage davor von den Münchnerinnen und Münchnern per Brief. „Es war mir eine große Ehre“, schreibt er darin an die Bürger, „bleiben Sie unserer Heimatstadt verbunden, ich werde es auch immer sein.“
Über die Hintergründe seines Ausscheidens aus dem Amt verliert Reiter kein Wort. Nach einer Affäre um nicht genehmigte Nebentätigkeiten beim FC Bayern München war er in der Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters überraschend Dominik Krause (Grüne) unterlegen. Dem gratuliert er nun ausdrücklich noch einmal. „Ich wünsche ihm und der neuen Stadtregierung eine glückliche Hand – und vor allem Entscheidungen, die München für Sie alle lebenswert und bezahlbar halten.“
Im Übrigen verweist er auf die aus seiner Sicht erfolgreichen zwölf Jahre als Oberbürgermeister und bedankt sich bei allen, die dazu beigetragen haben. Genannt sind unter anderem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die Polizei, die Feuerwehr, die Rettungsdienste, die Schulen und Kitas, Müllabfuhr, Stadtwerke und Kultureinrichtungen.
Daneben erinnert er noch einmal daran, was im Zentrum seiner Politik stand: „dass diese Stadt nicht nur erfolgreich ist, sondern auch für die Menschen funktioniert, die hier leben. Für Familien, für Auszubildende, für ältere Menschen, für alle, die München zu dem machen, was es ist.“ München für alle lebenswert zu erhalten, das sei die große Aufgabe für die Zukunft.
Nach zwölf Jahren als Stadtoberhaupt ist sich der scheidende Oberbürgermeister sicher, dass dies auch gelingen wird. „München hat dafür die Kraft. Weil diese Stadt von Menschen wie Ihnen getragen wird, die Verantwortung übernehmen, die sich einbringen und die füreinander da sind.“ Mit diesem Lob an die Bürger verabschiedet sich Reiter in den Ruhestand. Ins Rathaus kehrt er offensichtlich nicht mehr zurück und setzt um, was er unmittelbar nach dem Schock seiner Wahlniederlage gesagt hatte. Das war „der letzte Tag meiner politischen Karriere. Das war’s von mir“.
Am Ende überschattete die FC-Bayern-Affäre seine Amtszeit, dabei hatte der Oberbürgermeister viele Rollen inne – vom sozialen Demokraten bis zum Bauherrn. Vor allem dürfte in Erinnerung bleiben, wie er die vielen Krisen und Bedrohungen meisterte.
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