SZ 29.07.2026
09:30 Uhr

Autoindustrie: BMW hat die Lage zu lange schöngeredet


Krise? Haben nur die anderen! Der Autobauer in München war zu sehr darauf bedacht, das Image des langjährigen Chefs Oliver Zipse zu schonen. Immerhin macht sein Nachfolger nun Hoffnung.

Autoindustrie: BMW hat die Lage zu lange schöngeredet
Oliver Zipse (rechts) trat mit großem Selbstbewusstsein als BMW-Chef ab. Sein Nachfolger Milan Nedeljković (links) muss jetzt erst mal sparen. Foto: Stephan Schaar

BMW mit der Titanic zu vergleichen, wäre etwas übertrieben. Denn untergehen wird der Münchner Autohersteller sicher nicht. Und doch drängt sich der Eindruck auf, dass vor etwa zwei Monaten in Person von Oliver Zipse ein Kapitän das Münchner Schiff verlassen hat, der zu seinem Abschied die Kapelle noch einmal richtig zünftig aufspielen ließ – wohl wissend, dass der Dampfer gerade Richtung Eisberg steuert.

Lange vermittelte der Autobauer, die Krise betreffe ihn nicht – bis der neue Chef die Prognosen zusammenstrich. Nun könnte jede elfte Stelle in Deutschland wegfallen. Aber das wird erst einmal kosten.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: