SZ 06.05.2026
09:44 Uhr

(+) Walretter: „Ich war völlig allein am Ende, isoliert“


Der Buckelwal ist frei, doch seine Freilassung lief offenbar chaotisch ab. Eine Tierärztin klagt über grobe Fehler, selbst die Geldgeber distanzieren sich von der Aktion.

(+) Walretter: „Ich war völlig allein am Ende, isoliert“
Tierärztin Kirsten Tönnies habe sich zum Zeitpunkt der Wal-Freilassung auf einem anderen Schiff aufhalten müssen, sagt sie. Philip Dulian/dpa

Seit einiger Zeit ist auf der Website von Kirsten Tönnies der Hinweis zu lesen, dass ihre Tierarztpraxis in 65795 Hattersheim derzeit „leider geschlossen“ sei. Der Grund steht gleich darunter: „Walrettung“. Wie auf der Website angekündigt, war Tönnies tatsächlich nah dran, als das Tier in einem Konvoi aus Schiffen und einem Lastenkahn am Samstag im Skagerrak, rund 70 Kilometer nördlich vom dänischen Skagen, freigelassen wurde. Anderthalb Tage später, am Sonntagabend, ging Tönnies in Cuxhaven wieder an Land. Als sie dann aber vor die wartenden Journalisten trat, sah ihr Gesicht nicht so gelöst aus, wie man es von einer Retterin erwarten würde. Tönnies wirkte müde. Und sie war wütend.

Tierschutzaktivist Robert Marc Lehmann hat dem gestrandeten Wal die Hand aufgelegt und anderen Helfern Unfähigkeit vorgeworfen – und damit die Stimmung womöglich noch mehr angeheizt. Nun ist er aus der Öffentlichkeit verschwunden.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: