SZ 07.09.2026
02:42 Uhr

(+) Wahl in Sachsen-Anhalt: „Jetzt sind viele draußen und trinken ein Bier“


Vom Havelberger Pferdemarkt, der brandheißen Brandmauer-Frage und einem Mikro für alle: Der Wahlabend im MDR, der von einer AfD-Regierung einiges zu befürchten hätte.

(+) Wahl in Sachsen-Anhalt: „Jetzt sind viele draußen und trinken ein Bier“
Im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit: AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund.
Imago/Political-Moments

Für den Mitteldeutschen Rundfunk gibt es vor diesem Wahlabend zwei Szenarien. Entweder gewinnt die AfD die absolute Mehrheit in Sachsen-Anhalt, übernimmt demnächst Regierungsverantwortung, kündigt dann wie angedroht die Rundfunkstaatsverträge und stürzt den Sender in ein unüberschaubares Chaos bei Organisation und Finanzierung. Auf diese Konsequenz eines AfD-Siegs hat der MDR, den die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gemeinsam gegründet haben, zuletzt mit Sendeunterbrechungen, schwarzem Bildschirm und Stille im Hörfunkprogramm hingewiesen. Oder aber, Szenario zwei, es kommt anders. Sicher ist, der MDR ist bei dieser Wahl journalistisch der maßgebliche Sender in der ARD – und gleichzeitig von ihrem Ausgang direkt betroffen.

Drei Mandate fehlen Ulrich Siegmund, um in Sachsen-Anhalt zum ersten AfD-Ministerpräsidenten zu werden. Am Wahlabend deutet er ein Gedankenspiel an, bei dem auch die CDU eine Rolle spielt.

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