SZ 02.06.2026
16:17 Uhr

(+) Verdacht auf Firmensitze nur zum Schein: Die Vertreibung aus dem Steuerparadies vor den Toren Münchens


Grünwald und andere Kommunen locken Tausende Unternehmen mit günstigen Abgaben. Eine Anklage in Nordrhein-Westfalen und neue Ermittlungen bringen den Nobelvorort nun in Bedrängnis.

(+) Verdacht auf Firmensitze nur zum Schein: Die Vertreibung aus dem Steuerparadies vor den Toren Münchens
Die Gemeinde Grünwald südlich der Landeshauptstadt München ist eine der bekanntesten Gewerbesteueroasen in Deutschland. Martin Siepmann/Imagebroker/Imago

Das Rathaus von Grünwald ist gewissermaßen eine Geldsammelstelle. Ständig gehen dort Bescheide vom Fiskus ein, welche Firma wie viel Steuern an den Münchner Vorort zahlen muss. Die Gemeinde südlich der Landeshauptstadt ist eine der bekanntesten Gewerbesteueroasen in Deutschland, die mit Billigst-Abgaben viele Firmen anlocken. Dies zulasten anderer Kommunen wie München mit deutlich höheren Abgaben, denen dann Millionen Euro für Kindergärten, Schulen und anderes mehr fehlen. Während die Steueroasen reiche Gemeinden sind. Grünwald hat zuletzt 170 Millionen Euro an Gewerbesteuern kassiert. Aber bleibt das so, oder folgt oberhalb der Isar eine Dürre?

Vom Stadl im Ebersberger Forst ins Gefängnis – dieser Gang könnte sechs Angeklagten aus dem Konzern der Hypovereinsbank bevorstehen. Sie sollen ihrem Arbeitgeber illegal Gewerbesteuern in Millionenhöhe erspart haben. Die Umstände wirken grotesk.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: