SZ 07.05.2026
15:26 Uhr

(+) Vatikan: Annäherungsversuch nach Trumps Tirade


Der Termin mit US-Außenminister Rubio im Vatikan ist keine normale Audienz, denn Präsident Trump hat Papst Leo scharf attackiert. Gibt es eine Versöhnung?

(+) Vatikan: Annäherungsversuch nach Trumps Tirade

Marco Rubio sollte die Scherben zusammenkehren, nachdem Donald Trump mindestens den Inhalt einer ganzen Porzellanfabrik zerschlagen hat. Der US-Außenminister ist am Donnerstag in den Vatikan gereist, um Papst Leo XIV. zu treffen. Inwiefern dabei eine Annäherung gelungen ist, blieb offen. Nach der Audienz veröffentlichte der Osservatore Romano, die Tageszeitung des Heiligen Stuhls, mehrere Fotos. Rubio veröffentlichte später auf X nur Fotos und die knappe Mitteilung, er habe den Papst getroffen, um den gemeinsamen Einsatz zur Förderung von Frieden und Menschenwürde zu unterstreichen. Einige Stunden später sprach der Vatikan in einem Kommunique von „herzlichen Gesprächen“, die Rubio geführt habe mit Papst Leo, mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, dem  Chefdiplomaten des Vatikans, sowie mit Kurienerzbischof Paul R. Gallagher, auch er einer der vatikanischen Spitzendiplomaten. Man habe dabei die gemeinsame Verpflichtung erneuert, beidseitig gute Beziehungen zwischen Vatikanstaat und den Vereinigten Staaten zu pflegen.

Dass Donald Trump sich für eine Art Auserwählten hält, ist nichts Neues. Dass ein US-Präsident vor aller Welt den Papst anpöbelt, aber schon. Und wenn man sich so umhört im „Bible Belt“ der USA, hat er es damit dann doch zu weit getrieben.

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