SZ 09.07.2026
14:45 Uhr

(+) Umgang mit dem US-Präsidenten: Friedrich Merz und andere sollten aufhören, Trumps Rhetorik mitzumachen


Der Amerikaner stellt andere entweder als smart oder verrückt dar. Dazwischen gibt’s nichts. Das ist noch bemerkenswerter als all sein Wankelmut. Warum also seinen Spruch von Liebe, beim Nato-Gipfel, auch noch aufgreifen?

(+) Umgang mit dem US-Präsidenten: Friedrich Merz und andere sollten aufhören, Trumps Rhetorik mitzumachen
Er schaut so, als möge er ihn: Friedrich Merz und Donald Trump beim Nato-Gipfel in Ankara. Michael Kappeler/Michael Kappeler/dpa

Es dürfte in der jüngeren Geschichte keinen Politiker geben, dem ein solches Maß an Ferndiagnostik zuteilgeworden wäre wie Donald Trump. Die Befunde sind vielfältig, manchmal beschreiben sie eher charakterliche Mängel als tatsächliche Erkrankungen, kaum eine der von Journalisten, Psychologinnen oder sonst wie Berufenen abgegebenen Diagnosen ist im engeren Sinne schmeichelhaft: Leidet Trump an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung, ist er dement, ist er bipolar, leidet er an einem Borderline-Syndrom?

US-Präsident Trump macht dem Mitgliedstaat Spanien schwere Vorwürfe, erneuert seinen Anspruch auf Grönland und stellt den Waffenstillstand mit Iran infrage. Einige Länder aber lobt er.

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