SZ 21.08.2026
13:30 Uhr

(+) Syrien: Israels Bomben sind eine Warnung an den türkischen Präsidenten


Erdoğans Türkei strebt eine islamistisch ausgerichtete Vormachtstellung in Nahost an, davon fühlt sich Israel bedroht. Vor allem eine Militärpräsenz Ankaras in Syrien will Jerusalem nicht akzeptieren.

(+) Syrien: Israels Bomben sind eine Warnung an den türkischen Präsidenten
Krater in den Startbahnen der syrischen Militärbasis Abu al-Duhur zeugen vom israelischen Luftangriff vom 19. August. Pleiades Neo © Airbus DS 2026/via REUTERS

Der Krieg am Persischen Golf, mit dem Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu Iran die Flügel stutzen wollten, hat das Gegenteil bewirkt: Die Islamische Republik ist in einer stärkeren Position als vor dem Krieg. Zum Leidwesen Israels – schließlich hatte Premier Netanjahu den US-Präsidenten zum Angriff gedrängt. Umso unerfreulicher für den jüdischen Staat, dass er im Nachbarland Syrien ebenfalls unter Druck gerät. Die Türkei als weiterer regionaler Gegenspieler Israels baut ihre Rolle als Schutzmacht der Islamisten-Regierung in Damaskus aus.

Seit mehr als zwei Jahren sucht Hassan Ahmad schon nach seinem Sohn, der im Grenzgebiet zu Israel verschwunden ist. Israelische Soldaten sollen den jungen Hirten mitgenommen haben – er wäre nicht der Erste.

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