SZ 02.10.2026
15:59 Uhr

(+) Streit um Reformen: Die Koalition steuert auf einen neuen Tiefpunkt zu


In der Regierung gibt es bei einigen schon Endzeitstimmung wie zu Zeiten der Ampel – sogar der Bundespräsident schaltet sich besorgt ein. Warum Union und SPD einander immer überdrüssiger werden.

(+) Streit um Reformen: Die Koalition steuert auf einen neuen Tiefpunkt zu
Friedrich Merz soll sie eigentlich entschlossen anführen  – aber die Stimmung zwischen seinen Regierungspartnern ist gereizt. Das Bild entstand bei der Kabinettsklausur Ende August.
Foto: Kay Nietfeld/dpa

Wenn Sozialdemokraten die Geschichte bemühen, ist die Lage in der Regel ziemlich ernst. In diesen Tagen fällt jedenfalls auf, dass Lars Klingbeil und andere führende SPD-Politiker immer wieder an die letzte demokratische Koalition der Weimarer Republik erinnern. Die Regierung von Hermann Müller (SPD) zerbrach 1930 am Streit um eine Erhöhung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung – auch weil die SPD nicht durchsetzen konnte, dass Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst ebenso einen Stabilisierungsbeitrag leisten.

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