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26.08.2026
15:33 Uhr
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Der Facebook-Mutterkonzern soll bis zu 16,68 Milliarden Dollar an die US-Staaten zahlen. Meta wurde vorgeworfen, Minderjährige süchtig zu machen.

Der Tech-Milliardär Mark Zuckerberg ist Gründer von Meta. Zu dem Mutterkonzern gehören auch Facebook und Instagram. Godofredo A. Vásquez/AP Photo
Meta hat im Streit über die Gefahren sozialer Medien für Kinder und Jugendliche mit zahlreichen US-Bundesstaaten einen Vergleich geschlossen. Im Rahmen der Einigung zahlt der Facebook- und Instagram-Mutterkonzern bis zu 16,68 Milliarden Dollar an die Bundesstaaten, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervorgeht.
Zudem verpflichtet sich Meta zu landesweiten Änderungen für jugendliche Nutzer, darunter standardmäßige tägliche Zeitlimits und nächtliche Zugangssperren. Mit dem Vergleich entgeht das Unternehmen einem vielbeachteten Prozess.
Meta ist der Mutterkonzern von Facebook und Instagram. Eine überparteiliche Gruppe aus 29 US-Bundesstaaten klagte gegen den Social-Media-Riesen mit dem Vorwurf, Kinder und Jugendliche abhängig zu machen. Damit würden Ängste, Depressionen und Suizidgedanken ausgelöst. Zudem habe der Konzern Verbraucher über die Sicherheit seiner Plattformen getäuscht und unrechtmäßig persönliche Daten von Kindern gesammelt, um damit KI-Modelle zu trainieren.
Der Vergleich bewahrt Meta vor weitaus höheren Strafen: Vor dem Prozess hatten die Kläger laut Meta bis zu 1,4 Billionen Dollar gefordert, während die Bundesstaaten selbst eine Summe von rund 200 Milliarden Dollar ins Spiel gebracht hatten. Außerdem hatten sie gefordert, Kindern das Anlegen von Konten zu verbieten.
Zum Prozessbeginn am 19. August erschienen auch zahlreiche Angehörige von toten Minderjährigen vor dem Gerichtssaal. Sie warfen den Social-Media-Plattformen von Meta vor, etwas mit dem Tod ihrer Kinder zu tun zu haben.
Der im kalifornischen Menlo Park ansässige Konzern wies die Vorwürfe zurück und argumentierte, „Social-Media-Sucht“ sei keine anerkannte psychiatrische Erkrankung. Der Einigung waren jedoch empfindliche juristische Niederlagen für Meta vorausgegangen. In einem wegweisenden Verfahren im Bundesstaat New Mexico verurteilte eine Jury das Unternehmen im März zu einer Zahlung von 375 Millionen Dollar wegen der Täuschung von Verbrauchern. Anfang August ordnete ein Richter in dem Fall weitere 567 Millionen Dollar Strafe sowie Maßnahmen zum Jugendschutz an. Ebenfalls im März sprach eine Jury in Los Angeles einer Klägerin sechs Millionen Dollar Schadenersatz zu, weil die Plattformen von Meta und Google ihre Depressionen und Angstzustände verursacht hätten. Die Unternehmen kündigten Berufung gegen diese Urteile an.
Neben Meta sehen sich auch die Google-Mutter Alphabet, der Tiktok-Eigentümer Bytedance und Snap mit Tausenden weiteren Klagen von Bundesstaaten, Schulbezirken und Privatpersonen konfrontiert. Diese werden unter anderem gebündelt vor einer Bundesrichterin in Oakland verhandelt. In Nashville läuft seit Juli ein weiterer Prozess. Einen ersten Fall eines Schulbezirks in Kentucky hatten die vier Technologiekonzerne bereits gegen eine Zahlung von insgesamt 27 Millionen Dollar beigelegt.
In Kalifornien hat der Milliardenprozess gegen den Betreiber von Facebook und Instagram begonnen. Die Kläger werfen dem Konzern vor, besonders Kindern schwer zu schaden. Es geht um die Zukunft der sozialen Netzwerke.
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