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13.08.2026
11:54 Uhr
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Bei einem Massaker tötete die SS im toskanischen Sant’Anna di Stazzema 1944 Hunderte Menschen. Erstmals räumt ein Minister der Meloni-Regierung eine Mitschuld ein – aus Kalkül?

Schauplatz eines der grausamsten deutschen Kriegsverbrechen in Italien: Die heutige Gedenkstätte in Sant’Anna di Stazzema. IMAGO
So viele Menschen starben an diesem Augusttag vor 82 Jahren in Sant’Anna di Stazzema. Frauen, alte Leute, mehr als 100 Kinder, das jüngste 20 Tage alt. Niedergemetzelt von Männern der 16. SS-Panzergrenadier-Division „Reichsführer SS“. Es waren zwischen 400 und 560 Menschen, wie viele genau, weiß man nicht, weil vor dem 12. August 1944 viele, die Schutz vor den Bombenangriffen in den Städten suchten, in das toskanische Bergdorf gekommen waren. Und weil die Täter Häuser und Leichenberge anzündeten. Sie pferchten Menschen in Ställen zusammen und warfen Handgranaten darauf, sie schossen sie mit Maschinengewehren nieder. Alles unter dem Vorwand des Kampfes gegen Partisanen.
Italiens Ministerpräsidentin ist in einer Welt groß geworden, in der man dem Faschismus hinterhertrauert. Aber hat sie diese Welt auch hinter sich gelassen? Sicher ist: So moderat sie im Ausland auftritt, so radikal will sie ihr Land von innen verändern.
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