Auf der Tribüne konnte man ihn hören, laut und deutlich: Ja!!!, rief irgendein Besucher aus voller Überzeugung, und vielleicht hat auch Johan Manzambi diesen auffordernden Ruf gehört, als er mit dem Ball vor dem Strafraum des SC Braga kreuzte. Jedenfalls beschleunigte er plötzlich den nächsten Schritt, holte zum Schuss aus, zielte, schoss – und traf ins Eck. Ein Langstreckentreffer wie ferngesteuert, konnte man meinen. Vor allem aber ein Tor, das diese erste Halbzeit aussehen ließ, als ob sie der SC Freiburg als Wunschkonzert bestellt hätte. 2:0 führten die Hausherren gegen obendrein lediglich zehn verbliebene Vertreter des SC Braga, rechnerisch standen die Freiburger zur Pause im Finale der Europa League. Das Publikum bereitete sich darauf vor, in den freudigen Ausnahmezustand einzutreten.
